Rehasport-Wissen

Rehasport beantragen: Die Schritt-für-Schritt-Anleitung

Rehasport beantragen klingt komplizierter, als es ist. Wenn man die Schritte kennt, ist der Prozess in wenigen Wochen erledigt. Diese Anleitung führt Sie durch alle Stationen, vom ersten Arztbesuch bis zum ersten Übungstermin.

📷 Bild einfügen Vorschlag: Arzt-Patienten-Gespräch zum Thema Bewegung
Der erste Schritt: das Gespräch mit der Ärztin oder dem Arzt.

Schritt 1: Beim Arzt oder bei der Ärztin Rehasport ansprechen

Erster Anlaufpunkt sind Hausarzt:innen oder die behandelnden Fachärzt:innen. Sprechen Sie das Thema aktiv an: „Würden Sie mir Rehasport verordnen?" In den allermeisten Fällen lautet die Antwort ja, wenn eine geeignete Diagnose vorliegt. Die Ärzt:innen kennen das Formular Muster 56 und können es direkt ausstellen. Mehr zum Formular im Artikel zur Rehasport-Verordnung.

Schritt 2: Die Verordnung (Muster 56) ausstellen lassen

Die Ärzt:in füllt das Formular aus: Diagnose mit ICD-10-Code, empfohlene Übungsart, Anzahl der Einheiten (typisch 50), Zeitraum (typisch 18 Monate). Achten Sie darauf, dass alle Felder ausgefüllt sind und das Datum stimmt. Eine Kopie für die eigenen Unterlagen ist sinnvoll.

Schritt 3: Verordnung bei der Krankenkasse einreichen

Die Verordnung muss zur Krankenkasse, nicht direkt zum Anbieter. Einreichen geht per Post, persönlich in einer Geschäftsstelle oder über das Online-Portal der jeweiligen Kasse. Die Kasse prüft und schickt einen Bewilligungsbescheid zurück. Wichtig: Die Verordnung muss innerhalb von 12 Monaten nach Ausstellung eingereicht werden.

📷 Bild einfügen Vorschlag: Erste Rehasport-Stunde, Begrüßung in der Gruppe
Nach der Genehmigung kann es losgehen.

Schritt 4: Einen Rehasport-Anbieter finden

Mit dem Bewilligungsbescheid in der Hand können Sie sich einen anerkannten Rehasport-Anbieter suchen. WellExperts ist in Hamburg, Berlin und im Ruhrgebiet aktiv – und kommt direkt in Wohnformen, Werkstätten und Pflegeeinrichtungen, sodass die Teilnehmer:innen keinen Anfahrtsweg haben. Bei der Wahl des Anbieters wichtig: anerkannte Qualifikation der Übungsleiter:innen, Erfahrung mit der eigenen Zielgruppe, organisatorische Verlässlichkeit.

Schritt 5: Erste Stunde besuchen

Vor dem Start gibt es meist ein kurzes Kennenlerngespräch, bei dem die Übungsleitung Vorerkrankungen, Bewegungseinschränkungen und Wünsche erfasst. Dann geht es los: 45-minütige Einheiten, einmal pro Woche, über 18 Monate verteilt. Die Übungsleitung dokumentiert die Teilnahme – diese Dokumentation ist wichtig für die Abrechnung mit der Kasse.

Wie lange dauert der ganze Prozess?

Vom Arztbesuch bis zum ersten Übungstermin vergehen typischerweise 2 bis 6 Wochen. Die Krankenkasse braucht für die Genehmigung in der Regel 1 bis 3 Wochen. Wenn alles glatt läuft, kann man also recht zügig starten.

Häufige Fragen

Was passiert, wenn die Krankenkasse die Verordnung ablehnt?
Bei einer Ablehnung sollten Sie zunächst die Begründung lesen. Häufig fehlt eine Angabe oder die Diagnose passt nicht. Mit korrigierter Verordnung wird in den meisten Fällen genehmigt. Auch ein Widerspruch ist möglich.
Muss ich selbst zum Sportverein gehen, oder kommt der Anbieter zur Einrichtung?
Bei klassischen Sportvereinen müssen Teilnehmer:innen meist hingehen. Anbieter wie WellExperts kommen direkt in Wohnformen oder Pflegeeinrichtungen, sodass keine Anfahrt nötig ist.
Kann ich Termine verpassen?
Einzelne verpasste Termine sind unproblematisch, solange die Gesamtanzahl von 50 Einheiten innerhalb der 18 Monate erreicht wird. Bei längerer Krankheit kann die Frist auf Antrag verlängert werden.
Wer hilft mir, wenn ich beim Beantragen unsicher bin?
Sowohl Krankenkassen als auch Anbieter wie WellExperts beraten kostenfrei. Sprechen Sie uns an, wir helfen gerne weiter.

Fazit

Rehasport beantragen ist mit dem richtigen Wissen schnell erledigt. Wenn Sie für sich oder für Ihre Einrichtung Unterstützung brauchen, übernehmen wir den organisatorischen Teil gerne und sind Ihre Ansprechpartner:innen.

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