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	<title>Wellexperts &#8211; Sport mit Einschränkung</title>
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	<description>Wir organisieren Sportangebote für Menschen mit Einschränkung. Für mehr Lebensfreude und Unabhängigkeit - auch bei Ihnen!</description>
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		<title>Rehasport oder Gruppenkurs: welches Format zu welcher Einrichtung passt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[WellExperts Redaktion]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Oct 2026 19:08:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rehasport-Wissen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Startseite &#160;&#8250;&#160; Ratgeber &#160;&#8250;&#160; Rehasport oder Gruppenkurs: welches Format zu welcher Einrichtung passt Entscheidungshilfe für Leitungen Rehasport oder Gruppenkurs: welches Format zu welcher Einrichtung passt Stand: 11. Oktober 2026 &#183; Lesezeit etwa 11 Minuten &#183; Vom Trainer:innen-Team der WellExperts GmbH Rehasport oder Gruppenkurs: Vor dieser Frage stehen viele Einrichtungsleitungen, wenn sie ein angeleitetes Bewegungsangebot ins [&#8230;]</p>
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<article class="wexp-article"><span class="wexp-article-eyebrow">Entscheidungshilfe für Leitungen</span></p>
<h1>Rehasport oder Gruppenkurs: welches Format zu welcher Einrichtung passt</h1>
<p class="wexp-meta-line">Stand: 11. Oktober 2026 &middot; Lesezeit etwa 11 Minuten &middot; Vom Trainer:innen-Team der WellExperts GmbH</p>
<p class="wexp-article-lead">Rehasport oder Gruppenkurs: Vor dieser Frage stehen viele Einrichtungsleitungen, wenn sie ein angeleitetes Bewegungsangebot ins Haus holen wollen. Die Stunde selbst unterscheidet sich kaum. Unterschiedlich sind die Verordnung, die Zusammensetzung der Gruppe und die Frage, wer zahlt. Dieser Artikel ordnet die drei Formate von WellExperts nach genau diesen drei Fragen und endet mit einer Vergleichstabelle.</p>
<div class="wexp-toc"><strong>Inhalt</strong></p>
<ol>
<li><a href="#drei-fragen">Rehasport oder Gruppenkurs: nach welcher Logik sich die Formate unterscheiden</a></li>
<li><a href="#verordnung">Erste Frage: Liegt eine ärztliche Verordnung vor oder ist sie erreichbar?</a></li>
<li><a href="#gruppe-oder-einzeln">Zweite Frage: Reicht die Gruppe oder braucht jemand eins zu eins?</a></li>
<li><a href="#kosten">Dritte Frage: Wer trägt die Kosten?</a></li>
<li><a href="#rehasport">Rehasport nach § 64 SGB IX: wann dieses Format passt</a></li>
<li><a href="#gruppenkurs">Gruppenkurs im Pflegeheim und in der Eingliederungshilfe: Bewegungsangebot ohne Verordnung</a></li>
<li><a href="#einzelbetreuung">Einzelbetreuung: wenn der Förderbedarf für die Gruppe zu hoch ist</a></li>
<li><a href="#ablauf">Was in allen drei Formaten gleich bleibt</a></li>
<li><a href="#einrichtungstypen">Welches Bewegungsangebot passt zu welcher Einrichtung?</a></li>
<li><a href="#vergleich">Rehasport oder Gruppenkurs oder Einzelbetreuung: die drei Formate im Vergleich</a></li>
<li><a href="#faq">Haeufige Fragen</a></li>
</ol>
</div>
<h2 id="drei-fragen">Rehasport oder Gruppenkurs: nach welcher Logik sich die Formate unterscheiden</h2>
<p>Ob Rehasport, Gruppenkurs oder Einzelbetreuung passt, entscheidet sich an drei Fragen. Liegt für genug Bewohnerinnen und Bewohner eine ärztliche Verordnung vor, oder ist sie erreichbar? Reicht eine Gruppe, oder braucht jemand Begleitung eins zu eins? Und wer trägt die Kosten?</p>
<p>Die Stunde selbst sieht in allen drei Formaten ähnlich aus. Eine Übungsleitung kommt in die Einrichtung, baut auf, leitet Bewegung an und geht wieder. Oft wird im Sitzen geübt oder mit dem Stuhl als Stütze, dazu kommen Bälle, Bänder und Bewegungsspiele. Was sich ändert, ist der Rahmen: die rechtliche Grundlage, die feste oder offene Gruppe und der Weg der Abrechnung.</p>
<p>Zur Einordnung: WellExperts ist ein externer Anbieter für angeleitete Bewegung. Pflege, Therapie, Betreuung nach § 43b SGB XI, Beratung und Qualitätsmanagement bleiben bei der Einrichtung und ihren Partnern. Dieser Artikel beschreibt deshalb nur, wie sich eine Bewegungsstunde organisieren lässt. Er sagt nicht, wie sie in Pflegeplanung oder Teilhabeplanung einzuordnen ist. Das entscheidet das Haus.</p>
<p>Wenn Sie zuerst die Grundlagen kennen möchten, finden Sie eine Einführung dazu, <a href='/ratgeber/was-ist-rehasport/'>was Rehasport rechtlich ist</a>. Hier geht es um die Entscheidung selbst.</p>
<h2 id="verordnung">Erste Frage: Liegt eine ärztliche Verordnung vor oder ist sie erreichbar?</h2>
<p>Rehasport setzt eine ärztliche Verordnung voraus. Ohne Verordnung kann dieselbe Stunde nur als Gruppenkurs oder als Einzelbetreuung laufen. Für die Planung zählt deshalb nicht nur, wer heute eine Verordnung hat, sondern auch, für wen sie erreichbar ist.</p>
<p>Die Grundlage steht in § 64 Absatz 1 Nummer 3 SGB IX. Dort wird ärztlich verordneter Rehabilitationssport in Gruppen unter ärztlicher Betreuung und Überwachung als ergänzende Leistung genannt. Wie Rehasport konkret ablaufen muss, regelt die Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR). Ihre aktuelle Fassung stammt von Anfang 2022.</p>
<p>Ob eine Verordnung in Frage kommt, entscheidet die Ärztin oder der Arzt, zum Beispiel in der Hausarztpraxis. Die medizinische Einschätzung liegt weder bei der Einrichtung noch bei der Übungsleitung. Die Einrichtung kann vorab klären, wer Interesse hat und regelmäßig an einem festen Termin teilnehmen könnte. Mit dieser Liste lässt sich realistisch abschätzen, ob eine Gruppe zustande kommt.</p>
<p>Wie der Weg von der Arztpraxis bis zur ersten Stunde aussieht, steht im Ratgeber dazu, <a href='/ratgeber/rehasport-verordnung/'>wie eine Rehasport-Verordnung zustande kommt</a>. Den organisatorischen Teil, also Verordnungsmanagement und Abrechnung mit den Krankenkassen, übernimmt WellExperts. Die Einrichtung muss dafür kein eigenes Verfahren aufbauen.</p>
<p>Eine Einschränkung ist für die Planung wichtig: Eine Verordnung ist befristet. Für die gesetzliche Krankenversicherung nennt die Rahmenvereinbarung als Richtwert 50 Übungseinheiten in 18 Monaten. Bei bestimmten schweren Beeinträchtigungen kann ein erweiterter Umfang von 120 Übungseinheiten in 36 Monaten bewilligt werden. Eine längere Dauer ist außerdem nach Prüfung im Einzelfall möglich, etwa wenn jemand wegen kognitiver oder psychischer Beeinträchtigungen nicht eigenständig weiterüben kann. Es handelt sich um Richtwerte, nicht um feste Zusagen.</p>
<h2 id="gruppe-oder-einzeln">Zweite Frage: Reicht die Gruppe oder braucht jemand eins zu eins?</h2>
<p>Rehasport und Gruppenkurs sind Gruppenformate. Sie passen, wenn die Teilnehmenden in einer Gruppe mitmachen können, auch mit Hilfe und Pausen. Ist der Förderbedarf so hoch, dass die Gruppe für jemanden nicht trägt, ist Einzelbetreuung das passende Format.</p>
<p>Für den Rehasport ist das ausdrücklich geregelt. Laut Rahmenvereinbarung richtet er sich an Menschen, die die nötige Mobilität und die körperliche und psychische Belastbarkeit für Übungen in der Gruppe mitbringen. Außerdem gilt das gemeinsame Üben in festen Gruppen als Voraussetzung. Die Rahmenvereinbarung begründet das mit den Effekten der Gruppe und dem Austausch unter den Teilnehmenden.</p>
<p>Auch die Gruppengröße ist begrenzt. Grundsätzlich sind höchstens 15 Teilnehmende je Übungsleitung vorgesehen. Für spezifische Gruppen von Menschen mit schwersten Behinderungen, zum Beispiel mit schweren Lähmungen, Hirnverletzungen oder Blindheit, nennt die Rahmenvereinbarung höchstens sieben Teilnehmende.</p>
<h3>Woran man in der Stunde merkt, dass die Gruppe nicht reicht</h3>
<p>Aus der angeleiteten Stunde kennen Übungsleitungen einige typische Hinweise. Sie ersetzen keine fachliche Einschätzung, helfen aber bei der Planung:</p>
<ul>
<li>Jemand braucht bei fast jeder Übung direkte Ansprache, sonst geht der Anschluss verloren.</li>
<li>Viele Menschen, Musik oder Geräusche machen jemanden sichtbar unruhig oder ängstlich.</li>
<li>Die Aufmerksamkeit reicht nur für wenige Minuten. Danach braucht es eine Pause, die die Gruppe nicht mitgehen kann.</li>
<li>Jemand möchte teilnehmen, traut sich aber in der Gruppe nicht und braucht erst Vertrauen in die Übungsleitung.</li>
</ul>
<p>Das ist keine Aussage über Belastbarkeit im medizinischen Sinn. Bei Beschwerden, Schmerzen oder Unsicherheit, ob Bewegung überhaupt angezeigt ist, gehört die Frage zuerst in ärztliche oder therapeutische Hände.</p>
<h2 id="kosten">Dritte Frage: Wer trägt die Kosten?</h2>
<p>Mit ärztlicher Verordnung läuft die Stunde als Rehasport, und die Krankenkasse übernimmt die Kosten. Für die Teilnehmenden ist Rehasport mit Verordnung kostenfrei. Gruppenkurs und Einzelbetreuung sind Selbstzahlerangebote und werden nicht über die Krankenkasse abgerechnet.</p>
<p>Neben den gesetzlichen Krankenkassen nennt die Rahmenvereinbarung weitere Rehabilitationsträger, zum Beispiel die gesetzliche Unfall- und Rentenversicherung. In Pflegeeinrichtungen und in der Eingliederungshilfe ist in der Praxis meist die Krankenkasse zuständig. Die Abrechnung übernimmt WellExperts, die Einrichtung stellt keine Rechnungen an Kassen.</p>
<p>Für die Planung ist ein Grundsatz der Rahmenvereinbarung wichtig: Rehasport soll kein Ersatz für fehlende Spiel-, Sport- und Bewegungsangebote in Einrichtungen der Alten- oder Behindertenhilfe sein. Er ist eine Leistung für die einzelne Person mit Verordnung, nicht die Finanzierung des allgemeinen Bewegungsprogramms eines Hauses. Ein offenes Angebot für alle, unabhängig von einer Verordnung, ist deshalb der Gruppenkurs.</p>
<p>Wie die Einrichtung ein Selbstzahlerangebot finanziert, entscheidet sie selbst. Einen Überblick über mögliche Wege gibt der Ratgeber zur <a href='/ratgeber/bewegungsangebote-finanzieren/'>Finanzierung von Bewegungsangeboten</a>.</p>
<div class="wexp-box">
<h3>Sie sind nicht sicher, ob in Ihrem Haus Rehasport oder ein Gruppenkurs passt?</h3>
<p>Wir gehen die drei Fragen mit Ihnen anhand Ihrer Bewohnerschaft durch und schlagen ein Format vor. Kommt Rehasport in Frage, übernimmt WellExperts Verordnungsmanagement und Abrechnung mit den Kassen, und für die Teilnehmenden ist die Stunde kostenfrei. Gruppenkurs und Einzelbetreuung laufen als Selbstzahlerangebot, die Übungsleitung kommt in jedem Fall zum festen Termin und bringt das Material mit.</p>
<p><a href="/fuer-einrichtungen/" class="wexp-btn wexp-btn-primary">Format für Ihre Einrichtung klären</a> &nbsp; <a href="/fuer-einrichtungen/" class="wexp-btn wexp-btn-secondary">Ablauf für Einrichtungen ansehen</a></p>
</div>
<h2 id="rehasport">Rehasport nach § 64 SGB IX: wann dieses Format passt</h2>
<p>Rehasport passt, wenn sich eine feste Gruppe mit ärztlicher Verordnung bilden lässt, die regelmäßig zum selben Termin kommt. Dann ist die Stunde für die Teilnehmenden kostenfrei und hat einen klaren Rahmen. Wechselt die Gruppe stark oder fehlen Verordnungen, stößt das Format an Grenzen.</p>
<p>Die Rahmenvereinbarung legt einige Eckpunkte fest, die für die Planung im Haus zählen:</p>
<ul>
<li><strong>Dauer:</strong> Eine Übungsveranstaltung dauert grundsätzlich mindestens 45 Minuten.</li>
<li><strong>Häufigkeit:</strong> Bis zu zwei Termine pro Woche, mit besonderer Begründung höchstens drei.</li>
<li><strong>Gruppe:</strong> Grundsätzlich höchstens 15 Teilnehmende je Übungsleitung, bei spezifischen Gruppen für Menschen mit schwersten Behinderungen weniger.</li>
<li><strong>Inhalte:</strong> Zu den Rehasportarten gehören unter anderem Gymnastik, Ausdauer- und Kraftausdauerübungen und Bewegungsspiele in der Gruppe.</li>
<li><strong>Anerkennung:</strong> Rehasportgruppen müssen anerkannt sein. Die Übungsleitung braucht einen besonderen Qualifikationsnachweis.</li>
</ul>
<p>Für Einrichtungen mit fester Bewohnerschaft ist das oft gut machbar. Die Gruppe kennt sich, der Termin wird Teil der Woche, und die Übungsleitung kann von Stunde zu Stunde aufbauen. Wie das in der Praxis aussieht, beschreibt die Seite zu <a href='/rehasport/'>Rehasport in der Einrichtung</a>.</p>
<p>Eine Grenze sollte man kennen: Wer keine Verordnung hat, nimmt nicht als Rehasport-Teilnehmerin oder -Teilnehmer teil. Für Häuser, in denen nur ein Teil der Interessierten eine Verordnung hat, kann eine Kombination sinnvoll sein, also Rehasport für die feste Gruppe und ein Gruppenkurs zu einem anderen Termin.</p>
<h2 id="gruppenkurs">Gruppenkurs im Pflegeheim und in der Eingliederungshilfe: Bewegungsangebot ohne Verordnung</h2>
<p>Der Gruppenkurs ist dieselbe angeleitete Stunde ohne ärztliche Verordnung. Er läuft als Selbstzahlerangebot und ist nicht an die Vorgaben der Rahmenvereinbarung gebunden. Das macht ihn offen für alle Interessierten.</p>
<p>Aus der Praxis kennen wir mehrere Situationen, in denen der Gruppenkurs naheliegt. Es gibt zu wenige Verordnungen für eine eigene Rehasportgruppe. Die Teilnehmenden wechseln, zum Beispiel weil Gäste nur an einzelnen Tagen im Haus sind. Oder die Einrichtung möchte ein Angebot für alle, ohne vorher einzeln Verordnungen zu klären.</p>
<p>Ein weiterer häufiger Anlass ist das Ende einer Verordnung. Die Rahmenvereinbarung geht selbst davon aus, dass Menschen nach dem Rehasport weiter üben, etwa in der bisherigen Gruppe auf eigene Kosten. In der Einrichtung heißt das: Die gewohnte Stunde kann als Gruppenkurs weiterlaufen, mit derselben Übungsleitung und zur selben Zeit.</p>
<p>Die Gruppengröße wird mit der Einrichtung abgesprochen. Aus der angeleiteten Stunde gilt: Je mehr Unterstützung einzelne brauchen, desto kleiner sollte die Gruppe sein, damit niemand nur zuschaut. Wie die Kurse aufgebaut sind, steht auf der Seite zu den <a href='/gruppenkurse/'>Gruppenkursen ohne Verordnung</a>.</p>
<h2 id="einzelbetreuung">Einzelbetreuung: wenn der Förderbedarf für die Gruppe zu hoch ist</h2>
<p>Einzelbetreuung heißt: Eine Übungsleitung arbeitet eins zu eins mit einer Person. Sie passt, wenn jemand in der Gruppe nicht mitkommt, sich dort nicht wohlfühlt oder sehr viel direkte Anleitung braucht. Rehasport ist das nicht, weil er an die Gruppe gebunden ist.</p>
<p>In der Einzelstunde bestimmt die Person das Tempo. Die Übungsleitung kann Übungen kleinschrittig zeigen, mitmachen und Pausen lassen, so lange sie gebraucht werden. Manche nutzen das als Einstieg und wechseln später in eine Gruppe, wenn das Vertrauen da ist. Für andere bleibt die Einzelstunde dauerhaft das passende Format.</p>
<p>Wichtig ist die Abgrenzung. Einzelbetreuung durch WellExperts ist angeleitete Bewegung, keine Physiotherapie, keine Ergotherapie und keine Pflegeleistung. Sie ersetzt kein verordnetes Heilmittel. Vermuten Einrichtung oder Angehörige einen therapeutischen Bedarf, gehört das zuerst in die Arztpraxis.</p>
<p>Wie Termine und Ablauf geregelt sind, beschreibt die Seite zur <a href='/einzelbetreuung/'>Einzelbetreuung eins zu eins</a>. Auch hier gilt: Die Kosten trägt nicht die Krankenkasse, das Angebot ist ein Selbstzahlerangebot.</p>
<h2 id="ablauf">Was in allen drei Formaten gleich bleibt</h2>
<p>In jedem Format kommt die Übungsleitung zu einem festen Wochentermin, bringt das Material mit und leitet die Stunde selbst an. Die Einrichtung muss dafür kein eigenes Personal abstellen. Was zwischen den Terminen im Haus passiert, bleibt Sache der Einrichtung.</p>
<p>Der feste Termin ist kein Detail. Aus der Praxis in über 100 Partner-Einrichtungen wissen wir: Bewohnerinnen, Bewohner und Beschäftigte richten sich nach einem wiederkehrenden Wochentag. Wer weiß, dass dienstags um zehn die Stunde ist, kommt eher, und die Gruppe wächst zusammen.</p>
<p>Die angeleitete Stunde ist ein zusätzliches Angebot von außen. Sie ersetzt weder Pflege und Therapie noch die <a href='/ratgeber/betreuungsangebote-43b/'>Betreuungsangebote nach § 43b SGB XI</a>, die die Einrichtung selbst organisiert. Die Einrichtung entscheidet, wie sie die Stunde in ihren Wochenplan und ihre Konzepte einordnet.</p>
<p>WellExperts arbeitet deutschlandweit. Die größten Standorte sind Hamburg, Berlin und das Ruhrgebiet.</p>
<h2 id="einrichtungstypen">Welches Bewegungsangebot passt zu welcher Einrichtung?</h2>
<p>Kein Einrichtungstyp ist auf ein Format festgelegt. Entscheidend sind die drei Fragen nach Verordnung, Gruppenfähigkeit und Kosten. Trotzdem zeigen sich je nach Art des Hauses typische Ausgangslagen.</p>
<h3>Pflegeeinrichtungen</h3>
<p>Eine feste Bewohnerschaft erleichtert eine feste Gruppe. Lassen sich genug Verordnungen klären, liegt Rehasport nahe. Für Bewohnerinnen und Bewohner ohne Verordnung kann ein Gruppenkurs zu einem anderen Termin dazukommen. Mehr zu den Besonderheiten steht im Ratgeber zu <a href='/ratgeber/rehasport-pflegeheim/'>Rehasport im Pflegeheim</a>.</p>
<h3>Besondere Wohnformen und Wohngruppen</h3>
<p>Hier sind die Gruppen oft klein und eng miteinander vertraut. In einer einzelnen Wohngruppe reicht die Zahl der Menschen mit Verordnung manchmal nicht für eine eigene Rehasportgruppe. Dann ist ein Gruppenkurs oder eine Gruppe über mehrere Wohnbereiche hinweg eine Möglichkeit. Hinweise zu Verordnung und Ablauf gibt der Ratgeber zu <a href='/ratgeber/rehasport-geistige-behinderung/'>Rehasport bei geistiger Behinderung</a>.</p>
<h3>Tagespflegen</h3>
<p>Die Gäste kommen oft an unterschiedlichen Tagen. Rehasport braucht aber eine feste Gruppe. Das passt, wenn am Termintag regelmäßig dieselben Gäste da sind. Wechselt die Besetzung stark, ist der Gruppenkurs meist einfacher zu planen.</p>
<h3>Tagesförderstätten</h3>
<p>Der Unterstützungsbedarf ist hier häufig hoch. Kleine Gruppen oder Einzelbetreuung kommen deshalb öfter in Frage. Für spezifische Rehasportgruppen von Menschen mit schwersten Behinderungen sieht die Rahmenvereinbarung ohnehin höchstens sieben Teilnehmende vor.</p>
<h3>Werkstätten</h3>
<p>In Werkstätten bestimmen Arbeitszeiten und Abläufe, wann eine Stunde möglich ist. Wie sich Bewegung in diesen Alltag einfügt, beschreibt der Ratgeber zu <a href='/ratgeber/bewegung-wfbm/'>Bewegung in der Werkstatt</a>. Für das Format gelten dieselben drei Fragen wie überall.</p>
<h2 id="vergleich">Rehasport oder Gruppenkurs oder Einzelbetreuung: die drei Formate im Vergleich</h2>
<p>Die drei Formate unterscheiden sich in Verordnung, Kostenträger, Gruppengröße und Dokumentation. Die Tabelle stellt diese Punkte nebeneinander. Sie vergleicht den Rahmen, nicht die Wirkung: Welches Format passt, hängt von der Ausgangslage im Haus ab.</p>
<p>Am einfachsten lesen Sie die Tabelle Spalte für Spalte entlang der drei Fragen. Wo die Antworten nicht eindeutig sind, ist oft eine Kombination die praktikabelste Lösung.</p>
<table class='wexp-table'>
<thead>
<tr>
<th>Merkmal</th>
<th>Rehasport</th>
<th>Gruppenkurs</th>
<th>Einzelbetreuung</th>
</tr>
</thead>
<tbody>
<tr>
<td>Verordnung</td>
<td>Ärztliche Verordnung nötig, § 64 Abs. 1 Nr. 3 SGB IX</td>
<td>Keine Verordnung nötig</td>
<td>Keine Verordnung nötig</td>
</tr>
<tr>
<td>Kostenträger</td>
<td>Krankenkasse, für Teilnehmende kostenfrei</td>
<td>Selbstzahlerangebot</td>
<td>Selbstzahlerangebot</td>
</tr>
<tr>
<td>Gruppengröße</td>
<td>Feste Gruppe, grundsätzlich höchstens 15 je Übungsleitung, bei spezifischen Gruppen für Menschen mit schwersten Behinderungen höchstens 7</td>
<td>Gruppe nach Absprache mit der Einrichtung</td>
<td>Eine Person</td>
</tr>
<tr>
<td>Dokumentation</td>
<td>Verordnung und Abrechnung mit der Kasse, organisiert über WellExperts</td>
<td>Keine Kassenabrechnung, Vereinbarung zwischen Einrichtung und WellExperts</td>
<td>Keine Kassenabrechnung, individuelle Vereinbarung</td>
</tr>
<tr>
<td>Passt, wenn</td>
<td>genug Verordnungen für eine feste, gruppenfähige Gruppe vorliegen oder erreichbar sind</td>
<td>Verordnungen fehlen, die Gruppe wechselt oder eine Verordnung ausgelaufen ist</td>
<td>der Förderbedarf für eine Gruppe zu hoch ist</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2 id="faq">Haeufige Fragen</h2>
<div class="wexp-faq">
<details class="wexp-faq-item">
<summary>Was ist der Unterschied zwischen Rehasport und Gruppenkurs?</summary>
<div class="wexp-faq-answer">Die Stunde ist ähnlich aufgebaut, der Rahmen ist anders. Rehasport braucht eine ärztliche Verordnung, läuft nach § 64 SGB IX und der Rahmenvereinbarung der BAR, die Krankenkasse übernimmt die Kosten. Für Teilnehmende ist er kostenfrei. Der Gruppenkurs funktioniert ohne Verordnung als Selbstzahlerangebot und ist offen für alle Interessierten. Er ist nicht an die Gruppengrößen und Vorgaben der Rahmenvereinbarung gebunden.</div>
</details>
<details class="wexp-faq-item">
<summary>Brauchen Teilnehmende für einen Gruppenkurs eine ärztliche Verordnung?</summary>
<div class="wexp-faq-answer">Nein. Der Gruppenkurs ist bewusst als Bewegungsangebot ohne Verordnung gedacht und läuft als Selbstzahlerangebot. Deshalb eignet er sich für Einrichtungen, in denen nur wenige Menschen eine Verordnung haben, in denen die Gruppe wechselt oder in denen eine Verordnung ausgelaufen ist. Bei gesundheitlichen Beschwerden sollte trotzdem vorher ärztlich geklärt werden, ob die Teilnahme sinnvoll ist.</div>
</details>
<details class="wexp-faq-item">
<summary>Wer stellt die Verordnung für Rehasport aus?</summary>
<div class="wexp-faq-answer">Die Verordnung stellt eine Ärztin oder ein Arzt aus, zum Beispiel in der Hausarztpraxis. Sie entscheiden auch, ob Rehasport medizinisch in Frage kommt. Weder die Einrichtung noch die Übungsleitung treffen diese Einschätzung. Ist die Verordnung ausgestellt, übernimmt WellExperts das Verordnungsmanagement und die Abrechnung mit der Krankenkasse. Die Einrichtung muss dafür kein eigenes Verfahren aufbauen.</div>
</details>
<details class="wexp-faq-item">
<summary>Wie groß darf eine Rehasportgruppe sein?</summary>
<div class="wexp-faq-answer">Nach der Rahmenvereinbarung der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation sind grundsätzlich höchstens 15 Teilnehmende je Übungsleitung vorgesehen. Für spezifische Gruppen von Menschen mit schwersten Behinderungen, etwa mit schweren Lähmungen oder Hirnverletzungen, sollen es nicht mehr als sieben sein. Eine Stunde dauert grundsätzlich mindestens 45 Minuten. Üblich sind bis zu zwei Termine pro Woche.</div>
</details>
<details class="wexp-faq-item">
<summary>Was passiert, wenn eine Rehasport-Verordnung ausläuft?</summary>
<div class="wexp-faq-answer">Eine Verordnung ist befristet. Für die gesetzliche Krankenversicherung nennt die Rahmenvereinbarung als Richtwert 50 Übungseinheiten in 18 Monaten, in bestimmten Fällen mehr. Danach kann eine neue Verordnung geprüft werden. Alternativ kann die gewohnte Stunde als Gruppenkurs auf eigene Kosten weiterlaufen, mit derselben Übungsleitung und zum selben Termin. So bleibt die Woche für die Teilnehmenden verlässlich.</div>
</details>
<details class="wexp-faq-item">
<summary>Muss die Einrichtung für die Bewegungsstunde Personal abstellen?</summary>
<div class="wexp-faq-answer">Nein. In allen drei Formaten kommt die Übungsleitung von WellExperts zum festen Wochentermin, bringt das Material mit und leitet die Stunde selbst an. Personal der Einrichtung wird dafür nicht gebunden. Pflege, Therapie und Betreuung bleiben unverändert Aufgabe der Einrichtung. Die angeleitete Stunde ist ein zusätzliches Angebot von außen.</div>
</details>
</div>
<div class="wexp-sources">
<h3>Quellen</h3>
<ol>
<li>§ 64 Abs. 1 Nr. 3 SGB IX, Ergänzende Leistungen (ärztlich verordneter Rehabilitationssport in Gruppen), gesetze-im-internet.de/sgb_9_2018/__64.html</li>
<li>Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR): Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining, Fassung 2022, Ziffer 2.3 und 2.4 (Zielgruppe, feste Gruppen), Abschnitt 4 (Leistungsumfang, Richtwerte), Ziffer 5 (Rehasportarten), Ziffer 9.1 (Teilnehmendenzahl), Ziffer 9.3 (Dauer und Häufigkeit), Grundsatz zum fehlenden Ersatz für Bewegungsangebote der Alten- und Behindertenhilfe, bar-frankfurt.de</li>
<li>BAR: Was sagt mir die Rahmenvereinbarung Rehabilitationssport und Funktionstraining? (Aktualisierung Anfang 2022, Ziffern 9.1 und 9.3), bar-frankfurt.de</li>
<li>BAR: Stichwortverzeichnis Reha-Sport/Funktionstraining (Verordnung, Kostenübernahme, Anerkennung von Gruppen), bar-frankfurt.de</li>
</ol>
</div>
<div class="wexp-author">
<div><strong>Ueber die Autor:innen</strong><br /> Dieser Artikel stammt vom Trainer:innen-Team der WellExperts GmbH, Hamburg. Wir leiten jede Woche Bewegungsgruppen in ueber 100 Einrichtungen fuer Menschen mit Behinderung und Senior:innen. Fachliche Verantwortung: Bjarne Wieck, Gruender und Geschaeftsfuehrer. </div>
</div>
<div class="wexp-cta"><span class="wexp-cta-eyebrow">Entscheidungshilfe für Leitungen</span></p>
<h3>Rehasport, Gruppenkurs oder Einzelbetreuung: gemeinsam das passende Format finden</h3>
<p>Sagen Sie uns, wie Ihr Haus aufgestellt ist, wer Interesse an Bewegung hat und ob Verordnungen vorliegen. Wir schlagen ein Format oder eine Kombination vor. Bei Rehasport übernimmt WellExperts Verordnungsmanagement und Kassenabrechnung, und die Teilnahme ist mit Verordnung kostenfrei. Die Übungsleitung kommt zum festen Wochentermin und bringt das Material mit. Telefon <strong>0152 0439 1344</strong></p>
<div class="wexp-cta-buttons"><a href="/kontakt/" class="wexp-btn wexp-btn-primary">Anfrage senden</a><a href="/fuer-einrichtungen/" class="wexp-btn wexp-btn-secondary">Infos fuer Einrichtungen</a></div>
</div>
<div class="wexp-related">
<h3>Weiterlesen</h3>
<ul>
<li><a href="/rehasport/">Rehasport in der Einrichtung</a></li>
<li><a href="/gruppenkurse/">Gruppenkurse ohne Verordnung</a></li>
<li><a href="/einzelbetreuung/">Einzelbetreuung eins zu eins</a></li>
<li><a href="/ratgeber/was-ist-rehasport/">Was ist Rehasport?</a></li>
<li><a href="/ratgeber/rehasport-verordnung/">Die Rehasport-Verordnung</a></li>
<li><a href="/ratgeber/bewegungsangebote-finanzieren/">Bewegungsangebote finanzieren</a></li>
<li><a href="/ratgeber/rehasport-pflegeheim/">Rehasport im Pflegeheim</a></li>
</ul>
</div>
</article>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wellexperts.de/ratgeber/rehasport-oder-gruppenkurs/">Rehasport oder Gruppenkurs: welches Format zu welcher Einrichtung passt</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wellexperts.de">Wellexperts - Sport mit Einschränkung</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Sturzangst überwinden: Wie Sie Schritt für Schritt wieder Vertrauen in Ihre Beine gewinnen</title>
		<link>https://www.wellexperts.de/ratgeber/sturzangst-ueberwinden/</link>
					<comments>https://www.wellexperts.de/ratgeber/sturzangst-ueberwinden/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[claude-seo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Aug 2026 13:04:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rehasport-Wissen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>WellExperts Angebote Rehasport Gruppenkurse Einzelbetreuung Standorte Hamburg Berlin Ruhrgebiet Für Einrichtungen Ratgeber Kontakt Startseite &#160;&#8250;&#160; Ratgeber &#160;&#8250;&#160; Sitzgymnastik: 25 Übungen und Stundenaufbau Für Senior:innen und Angehörige Sturzangst überwinden: Wie Sie Schritt für Schritt wieder Vertrauen in Ihre Beine gewinnen Stand: August 2026 · Lesezeit etwa 8 Minuten · Vom Trainer:innen-Team der WellExperts GmbH Die Angst [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wellexperts.de/ratgeber/sturzangst-ueberwinden/">Sturzangst überwinden: Wie Sie Schritt für Schritt wieder Vertrauen in Ihre Beine gewinnen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wellexperts.de">Wellexperts - Sport mit Einschränkung</a>.</p>
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			<style id="elementor-post-874">.elementor-874 .elementor-element.elementor-element-323880f{--display:flex;--flex-direction:column;--container-widget-width:100%;--container-widget-height:initial;--container-widget-flex-grow:0;--container-widget-align-self:initial;--flex-wrap-mobile:wrap;}</style>							<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="874" class="elementor elementor-874">
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<span class="wexp-article-eyebrow">Für Senior:innen und Angehörige</span>
<h1>Sturzangst überwinden: Wie Sie Schritt für Schritt wieder Vertrauen in Ihre Beine gewinnen</h1>
<p class="wexp-meta-line">Stand: August 2026 · Lesezeit etwa 8 Minuten · Vom Trainer:innen-Team der WellExperts GmbH</p>
<p class="wexp-article-lead">Die Angst zu stürzen ist weit verbreitet – und sie ist zunächst etwas völlig Vernünftiges: Der Körper meldet, dass er sich unsicherer fühlt als früher. Zum Problem wird die Angst erst, wenn sie das Kommando übernimmt und zu immer mehr Vermeidung führt. Denn wer sich kaum noch bewegt, verliert genau die Kraft und das Gleichgewicht, die vor Stürzen schützen. Dieser Artikel zeigt den Weg aus diesem Kreislauf – ohne Beschönigung, aber mit sehr guten Nachrichten: Sicherheit lässt sich zurücktrainieren.</p>

<h2>Der Kreislauf, den Sie kennen sollten</h2>
<p>Nach einem Sturz – oder auch nur einem Beinahe-Sturz – reagieren viele Menschen gleich: Sie gehen weniger raus, meiden Treppen, lassen den Spaziergang ausfallen. Kurzfristig fühlt sich das sicherer an. Langfristig passiert das Gegenteil: Die Beinmuskulatur wird schwächer, das Gleichgewicht verlernt das Üben, die Schritte werden kleiner und unsicherer – und das Sturzrisiko steigt. Aus der Angst vor dem Sturz wird so unbemerkt ein Sturz-Beschleuniger. Diesen Kreislauf zu erkennen ist der erste Schritt; ihn zu durchbrechen der zweite. Und dafür gibt es einen erprobten Weg.</p>

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<h2>Schritt 1: Das Fundament – Kraft und Gleichgewicht</h2>
<p>Vertrauen in die eigenen Beine entsteht nicht durch gutes Zureden, sondern durch spürbares Können. Die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt Menschen ab 65 an mindestens drei Tagen pro Woche Übungen mit Schwerpunkt auf Gleichgewicht und Kraft – ausdrücklich zur Sturzvorbeugung. Drei Übungen sind der beste Einstieg, alle mit sicherem Halt an einem stabilen Stuhl: das <strong>Aufstehen und Hinsetzen</strong> ohne Abstützen (die wichtigste Kraftübung überhaupt), das <strong>Fersen- und Zehenheben</strong> für Waden und Fußheber, und die <strong>Gewichtsverlagerung</strong> von einem Bein aufs andere für das Gleichgewicht. Das vollständige Programm mit zehn Übungen und Steigerungsregeln finden Sie in unserem Leitfaden <a href="/ratgeber/krafttraining-senioren/">Krafttraining für Senioren</a>.</p>

<h2>Schritt 2: In kleinen, sicheren Schritten zurück in die Situationen</h2>
<p>Angst schrumpft, wenn man ihr in machbaren Portionen begegnet – nicht im Sprung, sondern in Stufen. Das Prinzip: erst mit beiden Händen am Halt, dann mit einer, dann mit Fingerkontakt, dann frei. Erst der bekannte kurze Weg mit Begleitung, dann derselbe Weg allein, dann der längere. Erst die Treppe mit Geländer und Begleitung, dann mit Geländer allein. Jede Stufe wird so lange geübt, bis sie sich normal anfühlt – dann kommt die nächste. Wichtig dabei: Nicht die Angst entscheidet über das Tempo, aber auch nicht der Ehrgeiz. Ein gutes Maß ist erreicht, wenn eine Situation Konzentration kostet, aber keine Panik auslöst.</p>

<h2>Schritt 3: Aufstehen üben nimmt die größte Angst</h2>
<p>Die stärkste Angst vieler Menschen ist nicht der Sturz selbst, sondern die Vorstellung, danach nicht mehr hochzukommen. Genau deshalb üben wir das Aufstehen vom Boden gezielt – in sicherer Umgebung, mit Anleitung: über die Seitenlage in den Vierfüßlerstand, Hände auf einen stabilen Stuhl, ein Bein aufstellen, hochdrücken. Wer diesen Ablauf ein paar Mal geschafft hat, verliert einen großen Teil des Schreckens – und gewinnt zusätzlich einen Notfallplan. Üben Sie das nicht allein, sondern mit einer zweiten Person oder einer Fachkraft dabei.</p>

<h2>Schritt 4: Hilfsmittel sind Freiheit, keine Niederlage</h2>
<p>Ein richtig eingestellter Rollator ist kein Symbol des Nachlassens, sondern ein Radius-Vergrößerer: Er bringt Menschen zurück in den Park, zum Bäcker, zu Freunden. Dasselbe gilt für feste Schuhe mit rutschfester Sohle, gutes Licht in Flur und Bad, freigeräumte Wege und – wo nötig – Haltegriffe. Wer Hilfsmittel als Werkzeuge betrachtet statt als Etikett, gewinnt doppelt: mehr Sicherheit und mehr Leben. Und häufig gilt: je stärker die Beine werden, desto seltener wird das Werkzeug gebraucht.</p>

<h2>Wann Sie zusätzlich ärztlichen Rat einholen sollten</h2>
<p>Wenn Schwindel, Benommenheit oder Gangunsicherheit neu aufgetreten sind, häufiger werden oder mit neuen Medikamenten zusammenfallen, gehört das in ärztliche Hände – manche Sturzursachen (Blutdruck, Sehstärke, Medikamentenkombinationen) lassen sich dort direkt beheben. Auch nach einem Sturz mit Verletzung ist der Check sinnvoll, bevor das Training startet. Das Training ersetzt die Abklärung nicht – es ergänzt sie.</p>

<h2>Der ehrliche Punkt: Allein ist dieser Weg schwer</h2>
<p>Alles hier Beschriebene funktioniert – aber es funktioniert über Wochen und Monate, und genau daran scheitert es allein zuhause am häufigsten: Ohne Rückmeldung bleibt die Unsicherheit, ob man es richtig macht; ohne festen Termin gewinnt die Vermeidung. Eine feste Trainerin oder ein fester Trainer verändert beides: Die Übungen passen zur Tagesform, die Stufen werden im richtigen Tempo gegangen, und der wöchentliche Termin findet statt – auch an den Tagen, an denen die Angst lauter ist als die Motivation.</p>

<div class="wexp-box">
  <h3>Personal Training bei Sturzangst – wir kommen zu Ihnen</h3>
  <p>Unsere Trainer:innen arbeiten jede Woche mit Menschen, die genau da stehen, wo Sie jetzt stehen: Kraft und Gleichgewicht aufbauen, Situationen in sicheren Schritten zurückerobern, Aufstehen üben – bei Ihnen zuhause, mit festem Wochentermin. In Hamburg, Berlin sowie Essen und Umgebung. Angehörige dürfen das Erstgespräch gern mitführen.</p>
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</div>

<h2>Häufige Fragen</h2>
<div class="wexp-faq">
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Ist Schonung nicht sicherer, wenn ich schon einmal gestürzt bin?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Kurzfristig verständlich, langfristig leider das Gegenteil: Schonung baut genau die Kraft und das Gleichgewicht ab, die vor dem nächsten Sturz schützen. Sicherer ist angeleitetes Üben mit Halt – anstrengend genug, um stärker zu machen, sicher genug, um nichts zu riskieren.</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Hilft Training wirklich auch gegen die Angst – nicht nur gegen das Stürzen?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Ja, und zwar über das Können: Wer spürt, dass die Beine tragen, dass der Stolperer abgefangen wird und dass das Aufstehen vom Boden gelingt, dem schrumpft die Angst von selbst. Zuversicht folgt der Fähigkeit – selten umgekehrt.</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Sollte ich einen Rollator nehmen oder lieber ohne trainieren?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Beides zusammen: Der (richtig eingestellte) Rollator sichert die Wege im Alltag, das Training ohne bzw. mit weniger Halt baut parallel die Fähigkeiten auf. Viele Menschen brauchen das Hilfsmittel nach einigen Monaten Training deutlich seltener.</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Wie können Angehörige helfen, ohne Druck zu machen?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Am besten durch Ermöglichen statt Ermahnen: gemeinsame kurze Wege statt Appelle, einen festen Übungstermin mit organisieren, beim Aufstehen-Üben dabei sein. Sätze wie „Sei vorsichtig!" verstärken die Angst – „Ich geh mit" baut sie ab.</div>
  </details>
</div>

<div class="wexp-sources">
  <h3>Quellen</h3>
  <ol>
    <li>World Health Organization: WHO guidelines on physical activity and sedentary behaviour, Genf 2020 – für Erwachsene ab 65 multimodales Training mit Schwerpunkt Gleichgewicht und Kraft an ≥ 3 Tagen/Woche zur Sturzprävention.</li>
    <li>Praxiserfahrung des WellExperts-Teams aus wöchentlichem Kraft- und Gleichgewichtstraining mit älteren Menschen – in Gruppen und im 1:1-Training zuhause.</li>
  </ol>
</div>

<div class="wexp-author">
  <div>
    <strong>Über die Autor:innen</strong><br>
    Dieser Artikel stammt vom Trainer:innen-Team der WellExperts GmbH, Hamburg. Fachliche Verantwortung: Bjarne Wieck, Gründer und Geschäftsführer. Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische oder psychotherapeutische Beratung im Einzelfall – bei starken Ängsten oder nach Stürzen mit Verletzung sprechen Sie bitte zusätzlich mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
  </div>
</div>

<div class="wexp-cta">
  <span class="wexp-cta-eyebrow">Der erste Schritt</span>
  <h3>Vertrauen kommt vom Können – fangen wir an</h3>
  <p>Unverbindliches Erstgespräch, gern gemeinsam mit Ihren Angehörigen. Telefon <strong>0152 0439 1344</strong></p>
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  </div>
</div>

<div class="wexp-related">
  <h3>Weiterlesen</h3>
  <ul>
    <li><a href="/ratgeber/krafttraining-senioren/">Krafttraining für Senioren: 10 Übungen für zuhause</a></li>
    <li><a href="/personal-training-senioren/">Personal Training für Senior:innen – mit Hausbesuch</a></li>
    <li><a href="/ratgeber/sturzprophylaxe-pflegeheim/">Sturzprophylaxe: Übungen & Konzept</a></li>
    <li><a href="/ratgeber/gymnastik-senioren/">Gymnastik für Senioren: Kraft & Balance</a></li>
  </ul>
</div>

</article>
  
  <footer class="wexp-footer">
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		<p>Der Beitrag <a href="https://www.wellexperts.de/ratgeber/sturzangst-ueberwinden/">Sturzangst überwinden: Wie Sie Schritt für Schritt wieder Vertrauen in Ihre Beine gewinnen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wellexperts.de">Wellexperts - Sport mit Einschränkung</a>.</p>
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		<title>Teilhabe nach dem BTHG: Was das Gesetz verspricht – und warum Bewegung ausdrücklich dazugehört</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Aug 2026 13:04:41 +0000</pubDate>
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					<!-- Beitrag 4/12: Sitzgymnastik: Was sie bewirkt und für wen sie passt -->
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  <article class="wexp-article">
<span class="wexp-article-eyebrow">Für Träger, Fachkräfte und rechtliche Betreuer:innen</span>
<h1>Teilhabe nach dem BTHG: Was das Gesetz verspricht – und warum Bewegung ausdrücklich dazugehört</h1>
<p class="wexp-meta-line">Stand: August 2026 · Lesezeit etwa 8 Minuten · Vom Team der WellExperts GmbH</p>
<p class="wexp-article-lead">„Teilhabe" ist das meistgebrauchte Wort der Eingliederungshilfe – und eines der am wenigsten greifbaren. Das Bundesteilhabegesetz (BTHG) hat es rechtlich präzise gemacht: Es geht um die volle, wirksame und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft, personenzentriert geplant statt einrichtungszentriert verwaltet. Dieser Artikel erklärt die Grundlogik in verständlicher Sprache – und zeigt an einer oft übersehenen Stelle im Gesetz, warum Sport und Bewegung kein „Nice-to-have", sondern benannter Bestandteil von Teilhabeleistungen sind.</p>

<h2>Das BTHG in drei Sätzen</h2>
<p>Das Bundesteilhabegesetz wurde 2016 beschlossen und trat in Stufen in Kraft; seit 2020 ist die Eingliederungshilfe aus dem Sozialhilferecht herausgelöst und als eigenes Leistungsrecht in Teil 2 des SGB IX verankert. Ihre Aufgabe definiert § 90 Abs. 1 SGB IX wörtlich so: Leistungsberechtigten „eine individuelle Lebensführung zu ermöglichen, die der Würde des Menschen entspricht, und die volle, wirksame und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu fördern" – und sie zu befähigen, ihr Leben „möglichst selbstbestimmt und eigenverantwortlich" zu führen. Der Blick wechselt damit von der Einrichtung zur Person: Nicht „Welcher Platz ist frei?", sondern „Was braucht dieser Mensch für sein Leben?"</p>

<h2>Personenzentrierung konkret: das Gesamtplanverfahren</h2>
<p>Herzstück der Umsetzung ist die individuelle Bedarfsermittlung mit Gesamtplanverfahren: Der Träger der Eingliederungshilfe ermittelt gemeinsam mit der leistungsberechtigten Person – auf Wunsch mit Vertrauensperson oder rechtlicher Betreuung – die Ziele und den Unterstützungsbedarf, orientiert an der ICF und an den Lebensbereichen der Person. Daraus entstehen konkrete Teilhabeziele, an denen sich die Leistungen ausrichten. Für die Praxis heißt das: Was im Gesamtplan steht, hat Gewicht. Wer möchte, dass regelmäßige Bewegung Teil des Lebens ist, sollte sie dort als Ziel formulieren – dazu unten mehr.</p>

<h2>Soziale Teilhabe: die Leistungen dahinter</h2>
<p>Leistungen zur Sozialen Teilhabe werden nach § 113 Abs. 1 SGB IX erbracht, „um eine gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen oder zu erleichtern". Absatz 2 zählt die Leistungen auf – ausdrücklich mit dem Wort „insbesondere", die Liste ist also nicht abschließend: Leistungen für Wohnraum, Assistenzleistungen, heilpädagogische Leistungen, Betreuung in einer Pflegefamilie, Leistungen zum Erwerb und Erhalt praktischer Kenntnisse und Fähigkeiten, Leistungen zur Förderung der Verständigung, Leistungen zur Mobilität, Hilfsmittel und Besuchsbeihilfen.</p>

<h2>Die übersehene Stelle: Sport steht im Gesetz</h2>
<p>Bei den Assistenzleistungen wird das Gesetz erstaunlich konkret. § 78 Abs. 1 SGB IX nennt als Inhalte der Assistenz zur selbstbestimmten Alltagsbewältigung unter anderem „die Teilhabe am gemeinschaftlichen und kulturellen Leben, die Freizeitgestaltung <strong>einschließlich sportlicher Aktivitäten</strong>". Bewegung und Sport sind damit kein Zusatzprogramm, das man sich leisten kann oder nicht – sie sind ein im Gesetz benannter Gegenstand von Teilhabeleistungen. Wer als Träger Bewegungsangebote aufbaut oder als Betreuer:in Sport im Gesamtplan verankert, setzt keine Kür um, sondern den Kern des Auftrags.</p>

<div class="wexp-box">
  <h3>Für rechtliche Betreuer:innen und Angehörige: Bewegung im Gesamtplan verankern</h3>
  <p>Formulieren Sie im Gesamtplangespräch ein konkretes Teilhabeziel, zum Beispiel: „Frau M. nimmt einmal pro Woche an einer Bewegungsgruppe in ihrer Wohnform teil" oder „Herr K. wird bei einer sportlichen Aktivität seiner Wahl begleitet." Daraus lassen sich Assistenz (Begleitung, Motivation) und organisatorische Unterstützung ableiten. Wichtig zu wissen: Ärztlich verordneter Rehasport läuft zusätzlich über die Krankenkasse (§ 64 SGB IX) – er belastet weder das Persönliche Budget noch Leistungen der Eingliederungshilfe. Wie das geht, erklärt unser Artikel <a href="/ratgeber/rehasport-geistige-behinderung/">Rehasport bei geistiger Behinderung</a>.</p>
</div>

<h2>Was das für Träger und Einrichtungen bedeutet</h2>
<p>Personenzentrierung wird dort sichtbar, wo Menschen echte Wahlmöglichkeiten im Alltag haben – und Bewegungsangebote sind einer der dankbarsten Orte dafür: niedrigschwellig, gemeinschaftlich, mit sofort erlebbaren Erfolgen. Drei Bausteine haben sich bewährt: erstens ein verlässliches wöchentliches Gruppenangebot im Haus (als Rehasport kassenfinanziert, ohne Kosten für Träger und Teilnehmende), zweitens Assistenz und Begleitung für individuelle sportliche Wünsche außerhalb, drittens die saubere Verankerung in Gesamtplänen und Teilhabezielen – so wird aus dem Angebot dokumentierte Teilhabeleistung. Die Finanzierungswege im Detail: <a href="/ratgeber/gesundheitsfoerderung-eingliederungshilfe/">Gesundheitsförderung in der Eingliederungshilfe</a>.</p>

<h2>Häufige Fragen</h2>
<div class="wexp-faq">
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Ist Sport ein einklagbarer Anspruch der Eingliederungshilfe?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Es gibt keinen pauschalen „Anspruch auf Sport" – aber Assistenz bei der Freizeitgestaltung einschließlich sportlicher Aktivitäten ist ausdrücklich als Leistungsinhalt benannt (§ 78 SGB IX), und die Liste der Sozialen Teilhabeleistungen ist nicht abschließend. Entscheidend ist der individuell ermittelte Bedarf im Gesamtplanverfahren – deshalb lohnt es sich, Bewegungsziele dort konkret zu formulieren.</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Wer bezahlt die wöchentliche Sportgruppe in der Wohnform?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Das kommt auf den Weg an: Ärztlich verordneter Rehasport wird von der Krankenkasse der einzelnen Person getragen und kostet weder Träger noch Teilnehmende etwas. Gruppenkurse ohne Verordnung finanziert der Träger; Begleitung zu externen Sportangeboten kann Assistenzleistung sein.</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Belastet Rehasport das Persönliche Budget?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Nein. Rehasport ist eine ergänzende Leistung zur Rehabilitation nach § 64 SGB IX über die Krankenkasse und läuft unabhängig von Leistungen der Eingliederungshilfe – er kommt zusätzlich.</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Was heißt „personenzentriert" im Alltag wirklich?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Dass Ziele und Leistungen von der Person her gedacht werden, nicht vom Angebot der Einrichtung. Praktisch erkennbar an echten Wahlmöglichkeiten: Welche Aktivität, mit wem, wann? Ein gutes Bewegungsangebot fragt genau das – und passt Übungen an Person und Tagesform an statt umgekehrt.</div>
  </details>
</div>

<div class="wexp-sources">
  <h3>Quellen</h3>
  <ol>
    <li>§ 90 Abs. 1 SGB IX (Aufgabe der Eingliederungshilfe: „volle, wirksame und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft").</li>
    <li>§ 113 Abs. 1 und 2 SGB IX (Leistungen zur Sozialen Teilhabe; „insbesondere"-Katalog).</li>
    <li>§ 78 Abs. 1 SGB IX (Assistenzleistungen, u. a. „Freizeitgestaltung einschließlich sportlicher Aktivitäten").</li>
    <li>§ 64 Abs. 1 Nr. 3 SGB IX (Rehabilitationssport als ergänzende Leistung zur Rehabilitation).</li>
    <li>Bundesteilhabegesetz vom 23. Dezember 2016 (stufenweises Inkrafttreten; Eingliederungshilfe seit 2020 in Teil 2 SGB IX).</li>
  </ol>
</div>

<div class="wexp-author">
  <div>
    <strong>Über die Autor:innen</strong><br>
    Dieser Artikel stammt vom Team der WellExperts GmbH, Hamburg. Der größte Teil unserer wöchentlichen Bewegungsgruppen findet in Einrichtungen der Eingliederungshilfe statt. Fachliche Verantwortung: Bjarne Wieck, Gründer und Geschäftsführer. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.
  </div>
</div>

<div class="wexp-cta">
  <span class="wexp-cta-eyebrow">Für Träger & Einrichtungen</span>
  <h3>Teilhabe, die man jede Woche sehen kann</h3>
  <p>Bewegungsgruppen direkt in Ihren Wohnformen, Werkstätten und Tagesförderstätten. Telefon <strong>0152 0439 1344</strong></p>
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  </div>
</div>

<div class="wexp-related">
  <h3>Weiterlesen</h3>
  <ul>
    <li><a href="/ratgeber/gesundheitsfoerderung-eingliederungshilfe/">Gesundheitsförderung in der Eingliederungshilfe: die 3 Wege</a></li>
    <li><a href="/ratgeber/rehasport-geistige-behinderung/">Rehasport bei geistiger Behinderung</a></li>
    <li><a href="/ratgeber/sport-mit-behinderung/">Sport mit Behinderung: Wege zu Teilhabe</a></li>
    <li><a href="/ratgeber/bewegung-wfbm/">Bewegung in der Werkstatt (WfbM)</a></li>
  </ul>
</div>

</article>
  
  <footer class="wexp-footer">
  <div class="wexp-container">
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      <div>
        <h4>WellExperts</h4>
        <p>Bewegung, die Spaß macht. Direkt in Wohnformen, Werkstätten und Pflegeeinrichtungen. Deutschlandweit aktiv.</p>
        <p>Holstenhofweg 47b<br>22043 Hamburg</p>
      </div>
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		<title>Krafttraining für Senioren: 10 Übungen für zuhause – und warum es nie zu spät ist</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Aug 2026 12:54:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rehasport-Wissen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>WellExperts Angebote Rehasport Gruppenkurse Einzelbetreuung Standorte Hamburg Berlin Ruhrgebiet Für Einrichtungen Ratgeber Kontakt Startseite &#160;&#8250;&#160; Ratgeber &#160;&#8250;&#160; Sitzgymnastik: 25 Übungen und Stundenaufbau Für Senior:innen und Angehörige Krafttraining für Senioren: 10 Übungen für zuhause – und warum es nie zu spät ist Stand: August 2026 · Lesezeit etwa 9 Minuten · Vom Trainer:innen-Team der WellExperts GmbH [&#8230;]</p>
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					<!-- Beitrag 4/12: Sitzgymnastik: Was sie bewirkt und für wen sie passt -->
<!-- Slug: sitzgymnastik | Kategorie: Rehasport-Wissen -->

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<span class="wexp-article-eyebrow">Für Senior:innen und Angehörige</span>
<h1>Krafttraining für Senioren: 10 Übungen für zuhause – und warum es nie zu spät ist</h1>
<p class="wexp-meta-line">Stand: August 2026 · Lesezeit etwa 9 Minuten · Vom Trainer:innen-Team der WellExperts GmbH</p>
<p class="wexp-article-lead">Muskelkraft ist die Währung der Selbstständigkeit: Sie entscheidet, ob das Aufstehen vom Stuhl leichtfällt, ob die Treppe machbar bleibt und ob ein Stolperer abgefangen wird. Die gute Nachricht aus unserer täglichen Arbeit mit älteren Menschen: Kraft lässt sich in jedem Alter aufbauen – auch mit 75, 85 und darüber hinaus. Hier sind die zehn Übungen, mit denen wir zuhause starten, die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation und die ehrliche Antwort auf die Frage, wie man wirklich dranbleibt.</p>

<figure class="wexp-foto" data-foto="krafttraining-aufstehen-uebung" hidden></figure>

<h2>Warum Kraft im Alter das Wichtigste ist, was Sie trainieren können</h2>
<p>Ohne Training verliert der Körper mit den Jahren Muskelmasse und vor allem Muskelkraft – schleichend, aber spürbar: Die Einkaufstasche wird schwerer, das Aufstehen mühsamer, die Gehstrecke kürzer. Dieser Verlust ist kein unabwendbares Schicksal, sondern zu einem großen Teil eine Frage der Nutzung. Muskeln reagieren in jedem Lebensalter auf Reize: Wer sie regelmäßig fordert, baut Kraft auf – das zeigt die Forschung selbst bei Menschen in den Neunzigern, und das erleben wir jede Woche in unseren Gruppen. Kraft schützt dabei gleich mehrfach: Starke Beine beugen Stürzen vor, stabile Rumpfmuskeln entlasten den Rücken, und wer Kraftreserven hat, übersteht Krankenhausaufenthalte und Krankheiten messbar besser.</p>

<h2>Was die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt</h2>
<p>Die WHO-Bewegungsleitlinien (2020) empfehlen Erwachsenen muskelkräftigende Aktivitäten für alle großen Muskelgruppen an mindestens zwei Tagen pro Woche. Für Menschen ab 65 kommt eine Empfehlung dazu, die viele überrascht: an mindestens drei Tagen pro Woche abwechslungsreiches Training mit Schwerpunkt auf funktionellem Gleichgewicht und Kraft – ausdrücklich zur Sturzprävention. Übersetzt heißt das: Zweimal pro Woche gezielt Kraft, und Gleichgewicht am besten gleich mit einbauen. Klingt viel? Die Übungen unten brauchen zusammen keine 20 Minuten.</p>

<h2>Vorher kurz klären</h2>
<p>Krafttraining ist für ältere Menschen sicher – wenn der Rahmen stimmt. Bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose, künstlichen Gelenken oder nach Operationen sprechen Sie den Einstieg kurz mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ab. Drei Regeln gelten immer: während der Anstrengung weiteratmen statt pressen, bei Schmerz (nicht zu verwechseln mit Anstrengung) die Übung abbrechen, und für sicheren Halt sorgen – ein stabiler Stuhl oder die Küchenzeile in Reichweite.</p>

<h2>Die 10 besten Kraftübungen für zuhause – ohne Geräte</h2>
<p>Beginnen Sie mit einem Durchgang pro Übung; steigern Sie über Wochen auf zwei bis drei. Wer unsicher steht, macht die Standübungen mit Festhalten oder wählt die Sitzvariante.</p>
<ol>
  <li><strong>Aufstehen und Hinsetzen (die Königsübung):</strong> Von einem stabilen Stuhl aufstehen, ohne sich mit den Händen abzustützen, kurz stehen, langsam wieder hinsetzen. 8–12 Wiederholungen. Zu schwer? Hände auf den Oberschenkeln mithelfen lassen. Zu leicht? Extra langsam absetzen – drei Sekunden abwärts.</li>
  <li><strong>Fersenheben:</strong> Im Stand an der Stuhllehne beide Fersen anheben, oben kurz halten, langsam senken. 2 × 10. Kräftigt die Waden – Ihren Motor beim Gehen.</li>
  <li><strong>Zehenheben:</strong> Im selben Stand die Fußspitzen anheben, auf den Fersen balancieren. 2 × 10. Die Muskeln, die beim Stolpern den Fuß rechtzeitig heben.</li>
  <li><strong>Kniebeuge an der Lehne:</strong> Füße hüftbreit, Gesäß nach hinten schieben, so tief beugen, wie es angenehm ist, wieder aufrichten. 8–10 Wiederholungen.</li>
  <li><strong>Wand-Liegestütz:</strong> Einen guten Schritt vor der Wand aufstellen, Hände auf Schulterhöhe an die Wand, Körper gerade zur Wand senken und wegdrücken. 8–12 Wiederholungen. Kräftigt Brust, Schultern und Arme fürs Abstützen und Hochdrücken.</li>
  <li><strong>Seitliches Beinheben:</strong> An der Lehne festhalten, ein Bein gestreckt zur Seite heben, langsam senken. 2 × 8 je Seite. Stabilisiert die Hüfte – entscheidend gegen seitliche Stürze.</li>
  <li><strong>Beinstrecker im Sitzen:</strong> Aufrecht sitzen, ein Bein strecken, bis das Knie durchgedrückt ist, Fußspitze anziehen, 2 Sekunden halten. 2 × 10 je Bein. Der Oberschenkelmuskel, der Treppen möglich macht.</li>
  <li><strong>Bizeps mit Wasserflaschen:</strong> In jede Hand eine gefüllte Flasche, Ellbogen am Körper, Unterarme heben und senken. 2 × 10. Für Einkaufstaschen, Töpfe, Enkelkinder.</li>
  <li><strong>Schulterdrücken mit Flaschen:</strong> Flaschen auf Schulterhöhe, langsam nach oben drücken, kontrolliert senken. 2 × 8. Für alles, was in den Hängeschrank soll.</li>
  <li><strong>Brücke im Liegen:</strong> Auf dem Rücken, Füße aufgestellt, Becken anheben, bis Körper und Oberschenkel eine Linie bilden, oben kurz halten. 2 × 8. Gesäß und unterer Rücken – die Basis für aufrechtes Gehen. (Wer schwer vom Boden hochkommt, lässt diese Übung weg – die anderen neun reichen.)</li>
</ol>

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<h2>So werden Sie stärker: das Prinzip der kleinen Steigerung</h2>
<p>Kraft wächst durch Reize, die etwas fordern. Die letzte Wiederholung eines Durchgangs darf sich anstrengend anfühlen – „geschafft, aber gut" ist das richtige Gefühl. Wird eine Übung leicht, steigern Sie in dieser Reihenfolge: erst mehr Wiederholungen (bis etwa 12–15), dann langsameres Tempo (vor allem beim Absenken), dann mehr Gewicht (größere Flaschen, ein gefüllter Rucksack bei Kniebeugen). Und planen Sie zwischen zwei Krafteinheiten für dieselben Muskeln einen Tag Pause ein – in der Erholung wächst die Kraft.</p>

<h2>Ehrlich gesagt: Die Übungen sind nicht das Problem</h2>
<p>Fast niemand scheitert an den Übungen – gescheitert wird am Dranbleiben. Nach drei Wochen kommt der Regen, der Schnupfen, der Besuch, und die gute Absicht verläuft im Sand. Was nachweislich hilft: ein fester Termin im Kalender (nicht „wenn ich Zeit habe"), eine zweite Person – und für viele der wirksamste Hebel: jemand, der kommt, anleitet und die Übungen an Ihre Tagesform anpasst. Genau dafür gibt es Personal Training mit Hausbesuch.</p>

<div class="wexp-box">
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  <p>Eine feste Trainerin oder ein fester Trainer von WellExperts trainiert mit Ihnen zuhause – Kraft, Gleichgewicht und Ihre persönlichen Alltagsziele, jede Woche zum festen Termin. In Hamburg, Berlin sowie Essen und Umgebung. Viele Trainings werden übrigens von Angehörigen für ihre Eltern organisiert – das Erstgespräch führen wir gern gemeinsam.</p>
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</div>

<h2>Häufige Fragen</h2>
<div class="wexp-faq">
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Bin ich mit über 80 zu alt, um noch Kraft aufzubauen?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Nein. Muskeln reagieren in jedem Alter auf Training – Kraftzuwächse sind auch bei Menschen über 80 und 90 gut belegt. Der Einstieg wird sanfter gewählt, das Prinzip bleibt gleich. Zu spät ist es nie; zu früh aufzuhören ist das eigentliche Risiko.</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Wie schnell merke ich etwas?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Viele spüren nach zwei bis vier Wochen, dass Aufstehen und Treppen leichter werden – anfangs vor allem, weil das Nervensystem die vorhandenen Muskeln besser ansteuert. Sichtbar mehr Muskulatur braucht länger; wichtiger ist, was Sie im Alltag merken.</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Darf ich mit Arthrose oder Osteoporose Krafttraining machen?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">In den meisten Fällen ist Training sogar ausdrücklich sinnvoll – angepasst an das Gelenk bzw. die Knochendichte und idealerweise nach kurzer ärztlicher Rücksprache. Bewegung im schmerzfreien Bereich, kontrolliertes Tempo und Halt in Reichweite sind die Leitplanken.</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Muss ich jeden Tag trainieren?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Nein. Zwei Krafteinheiten pro Woche sind die Basis-Empfehlung der WHO; zwischen Einheiten für dieselben Muskeln liegt am besten ein Tag Pause. An den anderen Tagen sind Spazierengehen und Gleichgewichtsübungen die perfekte Ergänzung.</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Brauche ich Geräte oder ein Fitnessstudio?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Für den Einstieg nicht: Körpergewicht, ein stabiler Stuhl und zwei Wasserflaschen reichen für ein vollständiges Programm. Später können Therabänder oder kleine Hanteln das Training erweitern – wer mag, auch das Studio. Entscheidend ist nicht der Ort, sondern die Regelmäßigkeit.</div>
  </details>
</div>

<div class="wexp-sources">
  <h3>Quellen</h3>
  <ol>
    <li>World Health Organization: WHO guidelines on physical activity and sedentary behaviour, Genf 2020 – muskelkräftigende Aktivitäten an ≥ 2 Tagen/Woche für Erwachsene; für Erwachsene ab 65 zusätzlich multimodales Training mit Schwerpunkt Gleichgewicht und Kraft an ≥ 3 Tagen/Woche.</li>
    <li>Praxiserfahrung des WellExperts-Teams aus wöchentlichen Kraft- und Bewegungsgruppen mit älteren Menschen in über 100 Einrichtungen.</li>
  </ol>
</div>

<div class="wexp-author">
  <div>
    <strong>Über die Autor:innen</strong><br>
    Dieser Artikel stammt vom Trainer:innen-Team der WellExperts GmbH, Hamburg. Kraft- und Gleichgewichtstraining mit älteren Menschen ist der Kern unserer täglichen Arbeit – in Gruppen und im 1:1-Training zuhause. Fachliche Verantwortung: Bjarne Wieck, Gründer und Geschäftsführer. Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung im Einzelfall.
  </div>
</div>

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</ul>
</div>

</article>
  
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		<title>Gesundheitsförderung in der Eingliederungshilfe: Welche Töpfe es gibt und wie Träger sie nutzen</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Aug 2026 12:12:03 +0000</pubDate>
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					<!-- Beitrag 4/12: Sitzgymnastik: Was sie bewirkt und für wen sie passt -->
<!-- Slug: sitzgymnastik | Kategorie: Rehasport-Wissen -->

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<span class="wexp-article-eyebrow">Für Träger und Leitungen der Eingliederungshilfe</span>
<h1>Gesundheitsförderung in der Eingliederungshilfe: Welche Töpfe es gibt und wie Träger sie nutzen</h1>
<p class="wexp-meta-line">Stand: August 2026 · Lesezeit etwa 8 Minuten · Vom Team der WellExperts GmbH</p>
<p class="wexp-article-lead">Menschen mit Behinderung haben im Schnitt schlechtere Gesundheitschancen – und Besondere Wohnformen, Tagesförderstätten und Werkstätten sind die Orte, an denen sich das am wirksamsten ändern lässt. Der Gesetzgeber hat das erkannt: Einrichtungen der Behindertenhilfe sind ausdrücklich „Lebenswelten", in denen Krankenkassen Gesundheitsförderung finanzieren. Dieser Artikel sortiert die drei Finanzierungswege, die Träger kombinieren können – GKV-Lebensweltförderung, Rehasport und Eigenmittel – und zeigt, womit man praktisch anfängt.</p>

<h2>Die Rechtslage in drei Sätzen</h2>
<p>Erstens: Nach § 20a SGB V fördern die Krankenkassen Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten – das Gesetz nennt als Lebenswelten „für die Gesundheit bedeutsame, abgrenzbare soziale Systeme insbesondere des Wohnens, des Lernens, des Studierens, der medizinischen und pflegerischen Versorgung sowie der Freizeitgestaltung einschließlich des Sports". Zweitens: Der Leitfaden Prävention des GKV-Spitzenverbands (Fassung vom 17. Dezember 2025) zählt zu den Lebenswelten ausdrücklich „Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, dazu zählen auch besondere Wohnformen und Tagesförderstätten" – und führt sie unter den Settings, über die gesundheitliche Chancengleichheit besonders gefördert werden soll. Drittens: Unabhängig davon besteht für die einzelnen Bewohner:innen und Beschäftigten der individuelle Anspruch auf Rehabilitationssport nach § 64 SGB IX.</p>

<h2>Weg 1: GKV-Lebensweltförderung – gut für Strukturen, nicht für Dauerkurse</h2>
<p>Über § 20a SGB V finanzieren Krankenkassen Projekte der Gesundheitsförderung in der Einrichtung: Bedarfsanalyse mit Bewohner:innen und Mitarbeitenden, Aufbau gesundheitsförderlicher Strukturen, Qualifizierung von Multiplikator:innen, Impulsangebote. Der Charakter ist projektförmig – die Kassen fördern den Aufbau und die Verstetigung von Strukturen, nicht den Dauerbetrieb einzelner Kurse. Für Träger heißt das: Die Lebensweltförderung ist der richtige Topf, um das Thema Gesundheit systematisch zu starten (etwa an einem Pilotstandort) – und der falsche, um die wöchentliche Bewegungsgruppe auf Dauer zu bezahlen. Der Weg führt über die Ansprache einer oder mehrerer Krankenkassen mit einem Konzept; viele Kassen haben eigene Ansprechpartner:innen für Lebenswelten.</p>

<h2>Weg 2: Rehasport – die dauerhafte, individuell finanzierte Bewegungsleistung</h2>
<p>Für regelmäßige Bewegung ist Rehabilitationssport nach § 64 SGB IX der stabilere Weg: ärztlich verordnet (Muster 56), von der Krankenkasse der einzelnen Person bewilligt und bezahlt, ohne Eigenanteil und ohne Kosten für den Träger. Für viele Menschen in der Eingliederungshilfe gilt der erweiterte Umfang von 120 Übungseinheiten in 36 Monaten – die BAR-Rahmenvereinbarung nennt ausdrücklich Erkrankungen mit Schädigungen der mentalen Funktion, insbesondere mittelgradige Intelligenzminderung (Ziffer 4.4.1 Nr. 15) – und Folgeverordnungen sind möglich, wenn die eigenständige Fortführung nicht gelingt (Ziffer 4.4.4). Die Gruppe kann dort stattfinden, wo die Menschen leben oder arbeiten: Vorgesehen ist die dem Wohn- oder Arbeitsort nächstgelegene Gruppe (Ziffer 15.3). Ausführlich: <a href="/ratgeber/bewegung-geistige-behinderung/">Bewegung bei geistiger Behinderung</a> und unser Überblick <a href="/ratgeber/was-ist-rehasport/">Was ist Rehasport?</a></p>

<h2>Weg 3: Eigenmittel und Kursformate</h2>
<p>Für alles, was weder Projekt noch verordnete Leistung ist – offene Bewegungsangebote, Tanz, Entspannung, Angebote ohne Verordnungsbezug – bleiben Eigenmittel, Fördervereine und Budgets des Trägers. Die Möglichkeiten und ihre Grenzen haben wir im Artikel <a href="/ratgeber/bewegungsangebote-finanzieren/">Bewegungsangebote finanzieren</a> zusammengestellt.</p>

<h2>Der Dreiklang in der Praxis</h2>
<table class="wexp-table">
  <thead><tr><th>Baustein</th><th>Finanzierung</th><th>Charakter</th><th>Typischer Einsatz</th></tr></thead>
  <tbody>
    <tr><td>Lebensweltprojekt (§ 20a SGB V)</td><td>Krankenkasse(n), projektbezogen</td><td>Befristet, strukturbildend</td><td>Einstieg, Bedarfsanalyse, Qualifizierung, Pilotstandort</td></tr>
    <tr><td>Rehasport (§ 64 SGB IX)</td><td>Krankenkasse je Teilnehmer:in</td><td>Dauerhaft, wöchentlich</td><td>Die feste Bewegungsgruppe im Haus – ohne Kosten für den Träger</td></tr>
    <tr><td>Eigenfinanzierte Kurse</td><td>Träger / Förderverein</td><td>Flexibel</td><td>Ergänzungen ohne Verordnungsbezug</td></tr>
  </tbody>
</table>
<p>Bewährt hat sich diese Reihenfolge: mit einer Rehasport-Gruppe an einem Standort sichtbar starten (schnell umsetzbar, dauerhaft finanziert), parallel das Gespräch mit einer Krankenkasse über ein Lebensweltprojekt führen – und Eigenmittel gezielt für das einsetzen, was sonst nirgends passt.</p>

<div class="wexp-box">
  <h3>Startpunkt Bewegung: Wir bringen die erste Gruppe ins Haus</h3>
  <p>WellExperts führt Rehasport und Gruppenkurse direkt in Besonderen Wohnformen, Tagesförderstätten und Werkstätten durch – mit angestellten Trainer:innen, fester Wochenstruktur und kompletter Kassenabwicklung. Aktiv in Hamburg, Berlin und im Ruhrgebiet.</p>
  <p><a href="/fuer-einrichtungen/" class="wexp-btn wexp-btn-primary">Infos für Einrichtungen</a> &nbsp; <a href="/kontakt/" class="wexp-btn wexp-btn-secondary">Erstgespräch anfragen</a></p>
</div>

<h2>Häufige Fragen</h2>
<div class="wexp-faq">
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Bezahlt die Krankenkasse dauerhaft unsere Bewegungskurse?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Über die Lebensweltförderung nach § 20a SGB V in der Regel nicht – sie ist projektförmig und strukturbildend angelegt. Dauerhafte wöchentliche Bewegung finanzieren die Kassen über den individuellen Weg: Rehasport mit ärztlicher Verordnung je Teilnehmer:in.</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Gilt die Lebensweltförderung auch für Besondere Wohnformen?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Ja. Der Leitfaden Prävention des GKV-Spitzenverbands nennt „Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen" ausdrücklich als Lebenswelt und zählt dazu auch besondere Wohnformen und Tagesförderstätten.</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Wer stellt den Antrag für ein Lebensweltprojekt?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Der Träger geht auf eine oder mehrere Krankenkassen zu – mit Setting, Bedarf, Zielen und geplanter Verstetigung. Es gibt kein einheitliches Bundesformular; die Kassen begleiten die Antragstellung über ihre Lebenswelt-Ansprechpartner:innen.</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Belastet Rehasport das Persönliche Budget oder Leistungen der Eingliederungshilfe?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Nein. Rehasport ist eine Leistung der Krankenkasse nach § 64 SGB IX und läuft unabhängig von Leistungen der Eingliederungshilfe – er kommt zusätzlich.</div>
  </details>
</div>

<div class="wexp-sources">
  <h3>Quellen</h3>
  <ol>
    <li>§ 20a SGB V (Leistungen zur Gesundheitsförderung und Prävention in Lebenswelten; Legaldefinition der Lebenswelten).</li>
    <li>GKV-Spitzenverband: Leitfaden Prävention, Fassung vom 17. Dezember 2025 – Lebenswelten-Aufzählung einschließlich „Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen, dazu zählen auch besondere Wohnformen und Tagesförderstätten".</li>
    <li>§ 64 Abs. 1 Nr. 3 SGB IX (Rehabilitationssport als ergänzende Leistung zur Rehabilitation).</li>
    <li>Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR): Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining, gültig ab 1. Januar 2022 – Ziffern 4.4.1 (Nr. 15), 4.4.4, 15.3.</li>
  </ol>
</div>

<div class="wexp-author">
  <div>
    <strong>Über die Autor:innen</strong><br>
    Dieser Artikel stammt vom Team der WellExperts GmbH, Hamburg. Wir arbeiten mit über 100 Einrichtungen zusammen, überwiegend aus der Eingliederungshilfe. Fachliche Verantwortung: Bjarne Wieck, Gründer und Geschäftsführer. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.
  </div>
</div>

<div class="wexp-cta">
  <span class="wexp-cta-eyebrow">Für Träger</span>
  <h3>Gesundheitsförderung, die bei den Menschen ankommt</h3>
  <p>Telefon <strong>0152 0439 1344</strong> – wir zeigen, wie andere Träger gestartet sind.</p>
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    <a href="/kontakt/" class="wexp-btn wexp-btn-primary">Anfrage senden</a>
    <a href="/ratgeber/bewegungsangebote-finanzieren/" class="wexp-btn wexp-btn-secondary">Finanzierungswege im Detail</a>
  </div>
</div>

<div class="wexp-related">
  <h3>Weiterlesen</h3>
  <ul>
    <li><a href="/ratgeber/bewegung-geistige-behinderung/">Bewegung bei geistiger Behinderung</a></li>
    <li><a href="/ratgeber/bewegungsangebote-finanzieren/">Bewegungsangebote finanzieren</a></li>
    <li><a href="/ratgeber/sport-mit-behinderung/">Sport mit Behinderung: Wege zu Teilhabe</a></li>
    <li><a href="/ratgeber/was-ist-rehasport/">Was ist Rehasport?</a></li>
      <li><a href="/ratgeber/teilhabe-bthg/">Teilhabe & BTHG einfach erklärt</a></li>
</ul>
</div>

</article>
  
  <footer class="wexp-footer">
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      <div>
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      </div>
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        </ul>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://www.wellexperts.de/ratgeber/gesundheitsfoerderung-eingliederungshilfe/">Gesundheitsförderung in der Eingliederungshilfe: Welche Töpfe es gibt und wie Träger sie nutzen</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wellexperts.de">Wellexperts - Sport mit Einschränkung</a>.</p>
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		<title>Bewegung in der Werkstatt (WfbM): Angebote, die im Arbeitsalltag funktionieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[claude-seo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Aug 2026 12:11:59 +0000</pubDate>
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/* --- Ergaenzungen Content-Ausbau 08/2026 --- */
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      <ul>
        <li class="wexp-has-dropdown"><a href="/rehasport">Angebote</a>
          <ul class="wexp-dropdown">
            <li><a href="/rehasport">Rehasport</a></li>
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        <li class="wexp-has-dropdown"><a href="/hamburg">Standorte</a>
          <ul class="wexp-dropdown">
            <li><a href="/hamburg">Hamburg</a></li>
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        <li><a href="/ratgeber">Ratgeber</a></li>
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  </div>
  
  <article class="wexp-article">
<span class="wexp-article-eyebrow">Für Werkstattleitung und Sozialdienst</span>
<h1>Bewegung in der Werkstatt (WfbM): Angebote, die im Arbeitsalltag funktionieren</h1>
<p class="wexp-meta-line">Stand: August 2026 · Lesezeit etwa 7 Minuten · Vom Trainer:innen-Team der WellExperts GmbH</p>
<p class="wexp-article-lead">Verpackung, Montage, Küche, Garten: Die Arbeit in Werkstätten für Menschen mit Behinderung ist körperlich – aber oft einseitig. Viel Sitzen, gleiche Handgriffe, wenig Ausgleich. Gleichzeitig ist die Werkstatt der Ort, an dem sich Bewegungsangebote am leichtesten organisieren lassen: Die Menschen sind da, die Räume sind da, der Tag hat Struktur. Drei Formate haben sich bewährt – von der aktiven Pause bis zum Rehasport direkt am Arbeitsort.</p>

<h2>Warum die Werkstatt der ideale Ort für Bewegung ist</h2>
<p>Werkstätten begleiten Menschen über Jahre, oft Jahrzehnte – kaum ein anderes Setting erreicht so verlässlich so viele Menschen mit Behinderung. Arbeitsbegleitende Angebote zur Erhaltung und Förderung der Leistungs- und Teilhabefähigkeit gehören zum Auftrag der Werkstätten, und Bewegung ist dafür der klassische Baustein: Sie gleicht einseitige Belastungen aus, stärkt Rücken und Schultern, verbessert Ausdauer und Körpergefühl – und sie ist eine der Aktivitäten, bei denen Erfolgserlebnisse sofort sichtbar sind.</p>

<h2>Format 1: Die aktive Pause</h2>
<p>Zehn bis fünfzehn Minuten direkt im Arbeitsbereich oder Pausenraum, ohne Umziehen: Schultern und Nacken lockern, Rücken aufrichten, Hände und Handgelenke mobilisieren, zwei Kraftübungen, ein kurzes Spiel. Angeleitet von Gruppenleitungen oder dem Begleitenden Dienst – die Übungsauswahl kann direkt aus unseren Leitfäden kommen: <a href="/ratgeber/sitzgymnastik/">Sitzgymnastik mit 25 Übungen</a> (die Arm-, Schulter- und Rumpfübungen passen eins zu eins an den Arbeitsplatz) und <a href="/ratgeber/bewegungsspiele-behinderung/">Bewegungsspiele für Menschen mit Behinderung</a>. Die aktive Pause kostet nichts und wirkt sofort auf Stimmung und Konzentration; ihr Nachteil ist die Verbindlichkeit – sie fällt aus, wenn der Auftrag drängt.</p>

<h2>Format 2: Der arbeitsbegleitende Gruppenkurs</h2>
<p>Einmal pro Woche 45 bis 60 Minuten in einem festen Raum, geleitet von einer externen Fachkraft: Kraft, Ausdauer, Koordination, Spiele – aufgebaut wie eine Sportstunde, angepasst an die Gruppe. Der Kurs holt auch die Beschäftigten ab, die von sich aus nie zum Sport gehen würden, und entlastet den Begleitenden Dienst, statt ihn zusätzlich zu binden. Finanziert wird er von der Werkstatt; die Wege dafür beschreibt unser Artikel zur <a href="/ratgeber/bewegungsangebote-finanzieren/">Finanzierung von Bewegungsangeboten</a>.</p>

<h2>Format 3: Rehasport direkt am Arbeitsort</h2>
<p>Der stärkste Hebel: Rehabilitationssport nach § 64 SGB IX kann in der Werkstatt selbst stattfinden. Die BAR-Rahmenvereinbarung sieht ausdrücklich vor, dass die Rehasport-Gruppe gewählt wird, die dem <strong>Wohn- oder Arbeitsort</strong> am nächsten liegt (Ziffer 15.3) – näher als im eigenen Haus geht nicht. Werkstattbeschäftigte sind in der Regel gesetzlich krankenversichert; mit ärztlicher Verordnung (Muster 56) und Bewilligung der Kasse ist die Teilnahme für sie kostenfrei, und auch die Werkstatt zahlt nichts, weil der Anbieter direkt mit den Krankenkassen abrechnet. Für viele Beschäftigte greift zudem der erweiterte Leistungsumfang von 120 Übungseinheiten in 36 Monaten – die Rahmenvereinbarung nennt unter den Indikationen ausdrücklich Erkrankungen mit Schädigungen der mentalen Funktion, insbesondere mittelgradige Intelligenzminderung (Ziffer 4.4.1 Nr. 15); Folgeverordnungen sind möglich, wenn die eigenständige Fortführung nicht gelingt (Ziffer 4.4.4). Details für Angehörige und rechtliche Betreuer:innen stehen in unserem Artikel <a href="/ratgeber/rehasport-verordnung/">zur Verordnung</a>.</p>

<h2>So gelingt die Umsetzung organisatorisch</h2>
<ul>
  <li><strong>Zeitfenster:</strong> bewährt sind Randzeiten und arbeitsbegleitende Slots, abgestimmt mit Produktion und Begleitendem Dienst – fest im Wochenplan, nicht „wenn es passt".</li>
  <li><strong>Raum:</strong> ein Mehrzweck- oder Speiseraum mit Platz für einen Stuhlkreis reicht; Material bringt der Anbieter mit.</li>
  <li><strong>Verordnungen:</strong> Sozialdienst informiert Beschäftigte, Angehörige und rechtliche Betreuer:innen; Musterschreiben für die Hausarztpraxen beschleunigen den Start.</li>
  <li><strong>Gruppen mischen mit Augenmaß:</strong> höchstens 15 Teilnehmende je Übungsleitung, für Menschen mit schweren Beeinträchtigungen kleinere spezifische Gruppen (Ziffer 9.1).</li>
</ul>

<div class="wexp-box">
  <h3>Bewegung in Ihre Werkstatt holen</h3>
  <p>WellExperts führt Gruppenkurse und Rehasport direkt in Werkstätten und Tagesförderstätten durch – mit angestellten Trainer:innen, festem Termin, Vertretungsregelung und kompletter Kassenabwicklung. Aktiv in Hamburg, Berlin und im Ruhrgebiet.</p>
  <p><a href="/fuer-einrichtungen/" class="wexp-btn wexp-btn-primary">Infos für Einrichtungen</a> &nbsp; <a href="/kontakt/" class="wexp-btn wexp-btn-secondary">Erstgespräch anfragen</a></p>
</div>

<h2>Häufige Fragen</h2>
<div class="wexp-faq">
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Findet der Rehasport während der Arbeitszeit statt?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Das legt die Werkstatt fest. Viele Häuser wählen arbeitsbegleitende Zeitfenster oder Randzeiten, damit Produktion und Teilhabe zusammenpassen. Wichtig ist ein fester, wöchentlicher Termin.</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Wer bezahlt was?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Rehasport mit bewilligter Verordnung: die Krankenkassen der Teilnehmenden – Werkstatt und Beschäftigte zahlen nichts. Gruppenkurse ohne Verordnung: die Werkstatt, als arbeitsbegleitendes Angebot. Die aktive Pause: nur Zeit.</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Unsere Beschäftigten sind sehr unterschiedlich fit. Funktioniert eine gemeinsame Gruppe?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Ja, mit differenzierten Übungen: dieselbe Aufgabe in leichter und fordernder Variante, Spiele, bei denen jede:r im eigenen Tempo beiträgt. Bei sehr großen Unterschieden sind zwei Gruppen besser – die Obergrenze liegt ohnehin bei 15 Teilnehmenden je Übungsleitung.</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Können auch Beschäftigte des Berufsbildungsbereichs teilnehmen?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">An Gruppenkursen und aktiven Pausen ohnehin. Beim Rehasport entscheiden Verordnung und Bewilligung der jeweiligen Krankenkasse – der Weg ist derselbe wie im Arbeitsbereich.</div>
  </details>
</div>

<div class="wexp-sources">
  <h3>Quellen</h3>
  <ol>
    <li>Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR): Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining, gültig ab 1. Januar 2022 – Ziffern 4.4.1 (Nr. 15), 4.4.4, 9.1, 15.3.</li>
    <li>§ 64 Abs. 1 Nr. 3 SGB IX (Rehabilitationssport als ergänzende Leistung zur Rehabilitation).</li>
  </ol>
</div>

<div class="wexp-author">
  <div>
    <strong>Über die Autor:innen</strong><br>
    Dieser Artikel stammt vom Trainer:innen-Team der WellExperts GmbH, Hamburg. Werkstätten und Tagesförderstätten gehören zu den Einrichtungen, in denen wir wöchentlich Gruppen anleiten. Fachliche Verantwortung: Bjarne Wieck, Gründer und Geschäftsführer.
  </div>
</div>

<div class="wexp-cta">
  <span class="wexp-cta-eyebrow">Für Werkstätten</span>
  <h3>Vom Pilotangebot zum festen Wochentermin</h3>
  <p>Telefon <strong>0152 0439 1344</strong> – wir planen gemeinsam Zeitfenster, Gruppen und Start.</p>
  <div class="wexp-cta-buttons">
    <a href="/kontakt/" class="wexp-btn wexp-btn-primary">Anfrage senden</a>
    <a href="/gruppenkurse/" class="wexp-btn wexp-btn-secondary">Unsere Kursformate</a>
  </div>
</div>

<div class="wexp-related">
  <h3>Weiterlesen</h3>
  <ul>
    <li><a href="/ratgeber/bewegungsspiele-behinderung/">Bewegungsspiele für Menschen mit Behinderung</a></li>
    <li><a href="/ratgeber/bewegung-geistige-behinderung/">Bewegung bei geistiger Behinderung</a></li>
    <li><a href="/ratgeber/bewegungsangebote-finanzieren/">Bewegungsangebote finanzieren</a></li>
    <li><a href="/ratgeber/was-ist-rehasport/">Was ist Rehasport?</a></li>
  </ul>
</div>

</article>
  
  <footer class="wexp-footer">
  <div class="wexp-container">
    <div class="wexp-footer-grid">
      <div>
        <h4>WellExperts</h4>
        <p>Bewegung, die Spaß macht. Direkt in Wohnformen, Werkstätten und Pflegeeinrichtungen. Deutschlandweit aktiv.</p>
        <p>Holstenhofweg 47b<br>22043 Hamburg</p>
      </div>
      <div>
        <h5>Angebote</h5>
        <ul>
          <li><a href="/rehasport">Rehasport</a></li>
          <li><a href="/gruppenkurse">Gruppenkurse</a></li>
          <li><a href="/einzelbetreuung">Einzelbetreuung</a></li>
          <li><a href="/fuer-einrichtungen">Für Einrichtungen</a></li>
        </ul>
      </div>
      <div>
        <h5>Mehr</h5>
        <ul>
          <li><a href="/ueber-uns">Über uns</a></li>
          <li><a href="/ratgeber">Ratgeber</a></li>
          <li><a href="/kontakt">Kontakt</a></li>
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        </ul>
      </div>
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    </div>
  </div>
</footer>
</div>				</div>
					</div>
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		<title>Sturzprophylaxe im Pflegeheim: Übungen, Konzept und die Rolle von Kraft und Gleichgewicht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[claude-seo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Aug 2026 12:11:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rehasport-Wissen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>WellExperts Angebote Rehasport Gruppenkurse Einzelbetreuung Standorte Hamburg Berlin Ruhrgebiet Für Einrichtungen Ratgeber Kontakt Startseite &#160;&#8250;&#160; Ratgeber &#160;&#8250;&#160; Sitzgymnastik: 25 Übungen und Stundenaufbau Für PDL, QM und Betreuungsteams Sturzprophylaxe im Pflegeheim: Übungen, Konzept und die Rolle von Kraft und Gleichgewicht Stand: August 2026 · Lesezeit etwa 8 Minuten · Vom Trainer:innen-Team der WellExperts GmbH Stürze sind [&#8230;]</p>
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					<!-- Beitrag 4/12: Sitzgymnastik: Was sie bewirkt und für wen sie passt -->
<!-- Slug: sitzgymnastik | Kategorie: Rehasport-Wissen -->

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<h1>Sturzprophylaxe im Pflegeheim: Übungen, Konzept und die Rolle von Kraft und Gleichgewicht</h1>
<p class="wexp-meta-line">Stand: August 2026 · Lesezeit etwa 8 Minuten · Vom Trainer:innen-Team der WellExperts GmbH</p>
<p class="wexp-article-lead">Stürze sind das Ereignis, das im Pflegeheim am häufigsten alles verändert: Krankenhausaufenthalt, Angst, Rückzug, Mobilitätsverlust. Gute Sturzprophylaxe hat viele Bausteine – aber der Baustein mit der stärksten Wirkung wird am häufigsten vernachlässigt: regelmäßiges Training von Kraft und Gleichgewicht. Dieser Artikel ordnet das Thema für Leitungen ein und liefert acht Übungen, die sich sofort in den Alltag holen lassen.</p>

<h2>Warum Sturzprophylaxe Leitungsthema ist</h2>
<p>Stürze mit schwerwiegenden Folgen gehören zu den Ergebnissen, auf die in der vollstationären Pflege besonders geschaut wird – in der internen Auswertung, in der indikatorengestützten Qualitätsdarstellung und in Qualitätsprüfungen. Fachlicher Maßstab ist der DNQP-Expertenstandard „Sturzprophylaxe in der Pflege": systematische Einschätzung der Sturzrisikofaktoren, individuelle Maßnahmenplanung, Information von Bewohner:innen und Angehörigen, Umsetzung und Auswertung. Und wie beim Thema Mobilität gilt: Einrichtungen müssen nach § 11 Abs. 1 SGB XI entsprechend dem allgemein anerkannten Stand medizinisch-pflegerischer Erkenntnisse pflegen – hinter den Expertenstandard zurückzufallen ist keine Option.</p>

<h2>Sturzprophylaxe ist mehr als Bewegung – aber ohne Bewegung ist sie wenig</h2>
<p>Ein gutes Konzept arbeitet mehrgleisig: Umgebung (Licht, Stolperfallen, Haltegriffe, passende Schuhe), Hilfsmittel (Rollator-Check, Brille, Hüftprotektoren im Einzelfall), Medikation (sturzbegünstigende Präparate ärztlich überprüfen lassen) und die Kommunikation mit Bewohner:innen und Angehörigen. All das reduziert Gelegenheiten für Stürze. Die Sturz<em>fähigkeit</em> des Körpers verändert aber nur eines: Training. Beinkraft entscheidet, ob jemand vom Stuhl hochkommt und einen Stolperer abfangen kann; Gleichgewicht entscheidet, ob der Schritt zur Seite rechtzeitig kommt. Die Bewegungsleitlinien der Weltgesundheitsorganisation (2020) empfehlen älteren Menschen deshalb an mindestens drei Tagen pro Woche abwechslungsreiche Aktivität mit Schwerpunkt auf funktionellem Gleichgewicht und Kraft.</p>

<h2>Acht Übungen, die den Unterschied machen</h2>
<p>Alle Übungen mit sicherem Halt: hinter oder neben einem stabilen Stuhl, die Übungsleitung in Reichweite der Unsicheren. Wer nicht sicher stehen kann, trainiert die Sitzvarianten – auch sie bauen Beinkraft auf.</p>
<ol>
  <li><strong>Aufstehen und Hinsetzen:</strong> vom Stuhl aufstehen, kurz stehen, langsam hinsetzen. 5–10 Wiederholungen. Die wichtigste Einzelübung der Sturzprophylaxe.</li>
  <li><strong>Fersenheben:</strong> im Stand am Stuhl beide Fersen heben und langsam senken. 2 × 10.</li>
  <li><strong>Zehenheben:</strong> Fußspitzen anheben, auf den Fersen halten. 2 × 10. Trainiert genau die Muskeln, die beim Stolpern den Fuß heben.</li>
  <li><strong>Gewichtsverlagerung:</strong> im Stand langsam von einem Bein aufs andere pendeln, ohne die Füße zu bewegen. 1 Minute.</li>
  <li><strong>Seitliches Beinheben:</strong> am Stuhl festhalten, ein Bein gestreckt zur Seite heben. 2 × 8 je Seite. Stabilisiert die Hüfte – die Seitwärtsstabilität schützt vor den folgenreichsten Stürzen.</li>
  <li><strong>Tandemstand:</strong> einen Fuß direkt vor den anderen setzen (Ferse an Spitze), 10 Sekunden halten, Fußwechsel. Mit Festhalten beginnen, dann nur Fingerkontakt.</li>
  <li><strong>Marschieren am Platz:</strong> Knie bewusst heben, Arme mitschwingen, 1–2 Minuten.</li>
  <li><strong>Stopp und Los:</strong> zu Musik gehen oder marschieren, bei Musikstopp sicher stehen bleiben. Trainiert Reaktion und kontrolliertes Anhalten – und macht als Spiel am meisten Spaß.</li>
</ol>
<p>Sitzvarianten und den kompletten Stundenaufbau finden Ihre Betreuungskräfte im Leitfaden <a href="/ratgeber/sitzgymnastik/">Sitzgymnastik: 25 Übungen</a>; spielerische Formen im Artikel <a href="/ratgeber/bewegungsspiele-senioren/">40 Bewegungsspiele</a>.</p>

<h2>Vom guten Vorsatz zum verlässlichen Programm</h2>
<p>Wirksam wird Training durch Regelmäßigkeit über Monate – genau daran scheitert es im Alltag: Die Gruppe steht und fällt mit einer Person, und wenn die fehlt, fällt sie aus. Intern gelingt das nur mit fester Dienstplan-Verankerung und benannter Vertretung – in der Praxis bleibt das die Ausnahme, weil die Pflege im Zweifel immer vorgeht. Verlässlicher ist ein externer Anbieter mit festem Wochentermin und eigener Vertretungsregelung: Der Termin findet statt, egal wer im Haus fehlt. Läuft die Gruppe als Rehabilitationssport nach § 64 SGB IX, übernimmt die Krankenkasse die Kosten; die Stunden dauern mindestens 45 Minuten und werden je Termin per Unterschrift dokumentiert – ein Nachweis, der direkt in die Sturzprophylaxe-Dokumentation einzahlt.</p>

<div class="wexp-box">
  <h3>Sturzprophylaxe als fester Wochentermin in Ihrem Haus</h3>
  <p>Unsere Trainer:innen führen wöchentliche Kraft- und Gleichgewichtsgruppen in Pflegeeinrichtungen durch – als Rehasport mit Verordnung ohne Kosten für Haus und Teilnehmende, oder als Gruppenkurs. Mit Vertretungsregelung und Teilnahmedokumentation. Hamburg, Berlin, Ruhrgebiet.</p>
  <p><a href="/fuer-einrichtungen/" class="wexp-btn wexp-btn-primary">Infos für Einrichtungen</a> &nbsp; <a href="/kontakt/" class="wexp-btn wexp-btn-secondary">Schnupperstunde anfragen</a></p>
</div>

<h2>Häufige Fragen</h2>
<div class="wexp-faq">
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Wie oft muss trainiert werden, damit es wirkt?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Die WHO empfiehlt älteren Menschen an mindestens drei Tagen pro Woche Übungen mit Schwerpunkt Gleichgewicht und Kraft. Praktisch bewährt: eine angeleitete Gruppenstunde pro Woche plus kurze tägliche Elemente im Alltag – Fersenheben am Waschbecken, bewusstes Aufstehen ohne Hochziehen.</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Ist Training nicht riskant für sturzgefährdete Bewohner:innen?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Unangeleitetes Training kann es sein – deshalb gehören sichere Rahmenbedingungen dazu: Halt am Stuhl, Sitzvarianten für Unsichere, qualifizierte Anleitung, keine Übungen bei akutem Schwindel. Der größere Fehler ist Schonung: Wer aus Angst vor Stürzen Bewegung vermeidet, verliert genau die Kraft, die vor dem nächsten Sturz schützt.</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Können Menschen im Rollstuhl an Sturzprophylaxe teilnehmen?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Ja, mit angepasstem Ziel: Bein- und Rumpfkraft für sichere Transfers – vom Rollstuhl aufs Bett, auf die Toilette. Genau bei Transfers passieren viele Stürze; die Sitzübungen 17–19 aus unserem Sitzgymnastik-Leitfaden setzen dort an.</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Reicht unser Sturzprotokoll als Prophylaxe-Nachweis?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Das Protokoll dokumentiert Ereignisse, nicht Vorbeugung. Für ein rundes Bild gehören dazu: Risikoeinschätzung je Bewohner:in, geplante Maßnahmen – und der Beleg, dass Bewegungsangebote real und regelmäßig stattfinden, etwa über Kursplan und Teilnahmelisten.</div>
  </details>
</div>

<div class="wexp-sources">
  <h3>Quellen</h3>
  <ol>
    <li>Deutsches Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP), Hochschule Osnabrück: Expertenstandard „Sturzprophylaxe in der Pflege".</li>
    <li>§ 11 Abs. 1 SGB XI (Pflege entsprechend dem allgemein anerkannten Stand medizinisch-pflegerischer Erkenntnisse).</li>
    <li>World Health Organization: WHO guidelines on physical activity and sedentary behaviour, Genf 2020 – Empfehlungen für Erwachsene ab 65 Jahren (multimodales Training mit Gleichgewicht und Kraft an ≥ 3 Tagen/Woche).</li>
    <li>Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR): Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining, gültig ab 1. Januar 2022 – Ziffer 9.3, Teilnahmenachweis.</li>
  </ol>
</div>

<div class="wexp-author">
  <div>
    <strong>Über die Autor:innen</strong><br>
    Dieser Artikel stammt vom Trainer:innen-Team der WellExperts GmbH, Hamburg. Kraft- und Gleichgewichtstraining für ältere Menschen gehört zum Kern unserer wöchentlichen Gruppen in über 100 Einrichtungen. Fachliche Verantwortung: Bjarne Wieck, Gründer und Geschäftsführer. Dieser Beitrag ersetzt keine medizinische Beratung im Einzelfall.
  </div>
</div>

<div class="wexp-cta">
  <span class="wexp-cta-eyebrow">Für Einrichtungen</span>
  <h3>Kraft und Gleichgewicht – jede Woche, verlässlich</h3>
  <p>Telefon <strong>0152 0439 1344</strong> – Erstgespräch und Schnupperstunde unverbindlich.</p>
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    <a href="/gruppenkurse/" class="wexp-btn wexp-btn-secondary">Unsere Kursformate</a>
  </div>
</div>

<div class="wexp-related">
  <h3>Weiterlesen</h3>
  <ul>
    <li><a href="/ratgeber/sitzgymnastik/">Sitzgymnastik: 25 Übungen und Stundenaufbau</a></li>
    <li><a href="/ratgeber/gymnastik-senioren/">Gymnastik für Senioren: Kraft & Balance</a></li>
    <li><a href="/ratgeber/aktivierende-pflege/">Aktivierende Pflege</a></li>
    <li><a href="/ratgeber/was-ist-rehasport/">Was ist Rehasport?</a></li>
  </ul>
</div>

</article>
  
  <footer class="wexp-footer">
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      <div>
        <h4>WellExperts</h4>
        <p>Bewegung, die Spaß macht. Direkt in Wohnformen, Werkstätten und Pflegeeinrichtungen. Deutschlandweit aktiv.</p>
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      </div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://www.wellexperts.de/ratgeber/sturzprophylaxe-pflegeheim/">Sturzprophylaxe im Pflegeheim: Übungen, Konzept und die Rolle von Kraft und Gleichgewicht</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wellexperts.de">Wellexperts - Sport mit Einschränkung</a>.</p>
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		<title>Rehasport im Pflegeheim: So kommt die kassenfinanzierte Bewegungsgruppe ins Haus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[claude-seo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Aug 2026 12:11:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rehasport-Wissen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>WellExperts Angebote Rehasport Gruppenkurse Einzelbetreuung Standorte Hamburg Berlin Ruhrgebiet Für Einrichtungen Ratgeber Kontakt Startseite &#160;&#8250;&#160; Ratgeber &#160;&#8250;&#160; Sitzgymnastik: 25 Übungen und Stundenaufbau Für Heimleitung, PDL und Angehörige Rehasport im Pflegeheim: So kommt die kassenfinanzierte Bewegungsgruppe ins Haus Stand: August 2026 · Lesezeit etwa 8 Minuten · Vom Trainer:innen-Team der WellExperts GmbH Rehabilitationssport ist nicht nur [&#8230;]</p>
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					<!-- Beitrag 4/12: Sitzgymnastik: Was sie bewirkt und für wen sie passt -->
<!-- Slug: sitzgymnastik | Kategorie: Rehasport-Wissen -->

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<span class="wexp-article-eyebrow">Für Heimleitung, PDL und Angehörige</span>
<h1>Rehasport im Pflegeheim: So kommt die kassenfinanzierte Bewegungsgruppe ins Haus</h1>
<p class="wexp-meta-line">Stand: August 2026 · Lesezeit etwa 8 Minuten · Vom Trainer:innen-Team der WellExperts GmbH</p>
<p class="wexp-article-lead">Rehabilitationssport ist nicht nur etwas für den Sportverein um die Ecke – er kann direkt im Pflegeheim stattfinden. Für die Bewohner:innen heißt das: eine wöchentliche, ärztlich verordnete Bewegungsstunde ohne Fahrtwege und ohne Eigenanteil. Für die Einrichtung: ein zusätzliches Aktivierungs- und Mobilitätsangebot, das weder das eigene Personal noch das eigene Budget belastet. Hier steht, wie das funktioniert, welche Voraussetzungen das Haus braucht und wie aus Verordnungen eine stabile Gruppe wird.</p>

<h2>Warum Rehasport und Pflegeheim so gut zusammenpassen</h2>
<p>Rehabilitationssport nach § 64 SGB IX richtet sich an Menschen mit Behinderungen und von Behinderung bedrohte Menschen – also genau an die Menschen, die in Pflegeeinrichtungen leben. Die BAR-Rahmenvereinbarung sieht für viele typische Krankheitsbilder sogar einen erweiterten Leistungsumfang von 120 Übungseinheiten in 36 Monaten vor, ausdrücklich auch bei „leichten bis mittelgradigen dementiellen Syndromen" (Ziffer 4.4.1 Nr. 15). Und wenn Bewohner:innen die Übungen dauerhaft nicht eigenverantwortlich fortführen können, sind Folgeverordnungen in diesem Umfang möglich (Ziffer 4.4.4). Rehasport kann im Pflegeheim also zu einem dauerhaften Wochentermin werden – nicht zu einer einmaligen Maßnahme.</p>

<h2>Was es die Einrichtung kostet: nichts</h2>
<p>Rehasport ist eine Leistung der Krankenkassen der einzelnen Bewohner:innen. Der anerkannte Anbieter rechnet direkt mit den Kassen ab; ein Eigenanteil der Teilnehmenden ist nicht vorgesehen, und die Einrichtung zahlt ebenfalls nichts. Wichtig für die interne Einordnung: Rehasport ist keine Leistung der Pflegeversicherung. Er verbraucht weder Betreuungsstunden nach § 43b SGB XI noch Vergütungszuschläge – er kommt zusätzlich zu allem, was das Haus ohnehin anbietet. Die Betreuungskräfte gewinnen dadurch Zeit für die Angebote, die nur sie leisten können.</p>

<h2>Was das Haus mitbringen muss</h2>
<ul>
  <li><strong>Einen Raum</strong>, in dem ein Stuhlkreis für die Gruppe Platz hat – Mehrzweckraum, Speisesaal außerhalb der Essenszeiten oder ein großer Wohnbereich.</li>
  <li><strong>Einen festen Wochentermin</strong>, der in den Tagesablauf passt (bewährt: Vormittag oder früher Nachmittag).</li>
  <li><strong>Unterstützung beim Erinnern und Begleiten:</strong> Die größte Hürde ist nicht die Übung, sondern der Weg in den Raum. Wenn Betreuung oder Pflege die Teilnehmenden erinnern und bringen, steht die Gruppe.</li>
  <li><strong>Ansprechpartner:innen</strong> für Verordnungen und Rückfragen – meist die soziale Betreuung oder die PDL.</li>
</ul>
<p>Alles Weitere – Übungsleitung mit Rehasport-Lizenz, Material, Abrechnung mit den Kassen, Anwesenheitsdokumentation – übernimmt der Anbieter.</p>

<h2>Wie die Verordnungen zustande kommen</h2>
<p>Jede teilnehmende Person braucht eine ärztliche Verordnung (Muster 56), die die Krankenkasse vor Beginn bewilligt (Ziffer 15.1). Im Pflegeheim laufen dafür drei Wege parallel: über die Hausärzt:innen, die das Haus ohnehin versorgen, über Angehörige und rechtliche Betreuer:innen, die die Verordnung beim nächsten Arzttermin ansprechen, und über den Anbieter, der Musteranschreiben und Informationen für Praxen und Angehörige bereitstellt. Nach der ersten Runde trägt sich die Gruppe meist selbst: Wer zuschaut, will mitmachen, und die nächste Verordnung ist schnell organisiert. Was auf der Verordnung stehen muss, erklärt unser Artikel zur <a href="/ratgeber/rehasport-verordnung/">Rehasport-Verordnung (Muster 56)</a>.</p>

<h2>Wie eine Stunde im Pflegeheim aussieht</h2>
<p>Mindestens 45 Minuten (Ziffer 9.3), überwiegend im Sitzen, mit festem Ablauf: Ankommen mit Musik, Aufwärmen, Kraft für Beine und Arme, ein Spiel mit Ball oder Schwungtuch, Dehnen, Abschlussritual. Höchstens 15 Teilnehmende je Übungsleitung (Ziffer 9.1); bei Bewohner:innen mit schweren Einschränkungen sind kleinere, spezifische Gruppen vorgesehen. Rollstuhl, Rollator und Demenz sind kein Ausschlussgrund – die Übungen werden angepasst. Wie so eine Stunde konkret aufgebaut ist, zeigen unsere Praxis-Leitfäden <a href="/ratgeber/sitzgymnastik/">Sitzgymnastik mit 25 Übungen</a> und <a href="/ratgeber/bewegungsspiele-senioren/">40 Bewegungsspiele</a>.</p>

<h2>Der Nebeneffekt für QM und Prüfungen</h2>
<p>Jede Übungsveranstaltung wird per Unterschrift der Teilnehmenden nachgewiesen. Für das Haus entsteht damit ganz nebenbei eine lückenlose Dokumentation eines regelmäßigen Bewegungsangebots – verwendbar in der Pflege- und Betreuungsplanung und als Beleg gelebter Mobilitätsförderung. Wie das mit dem Expertenstandard Mobilität zusammenhängt, beschreiben wir in einem eigenen Leitfaden für Leitungen.</p>

<div class="wexp-box">
  <h3>Rehasport-Gruppe in Ihrem Haus starten</h3>
  <p>WellExperts führt Rehasport-Gruppen direkt in Pflegeeinrichtungen durch – mit angestellten, lizenzierten Trainer:innen, festem Wochentermin, Vertretungsregelung und kompletter Abwicklung mit den Krankenkassen. Aktiv in Hamburg, Berlin und im Ruhrgebiet. Erstgespräch und Schnupperstunde sind unverbindlich.</p>
  <p><a href="/fuer-einrichtungen/" class="wexp-btn wexp-btn-primary">Infos für Einrichtungen</a> &nbsp; <a href="/kontakt/" class="wexp-btn wexp-btn-secondary">Erstgespräch anfragen</a></p>
</div>

<h2>Häufige Fragen</h2>
<div class="wexp-faq">
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Können Bewohner:innen mit Demenz teilnehmen?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Ja. Leichte bis mittelgradige demenzielle Syndrome stehen ausdrücklich in der Liste der Indikationen, für die die Rahmenvereinbarung 120 Übungseinheiten in 36 Monaten vorsieht. Die Stunden werden mit festen Ritualen, einfacher Sprache und bekannter Musik demenzsensibel gestaltet.</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Spielt der Pflegegrad eine Rolle?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Nein. Rehasport ist eine Leistung der Krankenkasse; entscheidend sind die ärztliche Verordnung und die Bewilligung, nicht der Pflegegrad.</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Wie viele Bewohner:innen brauchen wir für den Start?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Weniger, als die meisten denken – auch mit einer kleinen Startgruppe lässt sich beginnen, die dann wächst. Die Obergrenze liegt bei 15 Teilnehmenden je Übungsleitung. Sprechen Sie uns an, wir schauen gemeinsam auf Ihre Bewohnerstruktur.</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Muss unser Personal bei der Stunde dabei sein?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Während der Stunde nicht zwingend – die Übungsleitung trägt die Verantwortung für die Durchführung. Hilfreich ist Unterstützung beim Erinnern und Bringen der Teilnehmenden sowie eine erreichbare Ansprechperson im Haus.</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Was ist mit Bewohner:innen, deren Verordnung ausläuft?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Wenn die eigenständige Fortführung der Übungen nicht möglich ist – im Pflegeheim der Regelfall –, sind Folgeverordnungen ausdrücklich vorgesehen (Ziffer 4.4.4). Der Anbieter erinnert rechtzeitig, damit keine Lücke entsteht.</div>
  </details>
</div>

<div class="wexp-sources">
  <h3>Quellen</h3>
  <ol>
    <li>Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR): Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining, gültig ab 1. Januar 2022 – Ziffern 4.4.1 (Nr. 15), 4.4.4, 9.1, 9.3, 15.1; Teilnahmenachweis je Übungsveranstaltung.</li>
    <li>§ 64 Abs. 1 Nr. 3 SGB IX (Rehabilitationssport als ergänzende Leistung zur Rehabilitation).</li>
    <li>§ 43b und § 84 Abs. 8 SGB XI (zur Abgrenzung: zusätzliche Betreuung und Aktivierung als Leistung der Pflegeversicherung).</li>
  </ol>
</div>

<div class="wexp-author">
  <div>
    <strong>Über die Autor:innen</strong><br>
    Dieser Artikel stammt vom Trainer:innen-Team der WellExperts GmbH, Hamburg. Wir führen jede Woche Bewegungsgruppen in über 100 Einrichtungen durch, darunter Pflege- und Senioreneinrichtungen. Fachliche Verantwortung: Bjarne Wieck, Gründer und Geschäftsführer. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.
  </div>
</div>

<div class="wexp-cta">
  <span class="wexp-cta-eyebrow">Für Pflegeeinrichtungen</span>
  <h3>Wöchentlicher Rehasport in Ihrem Haus – ohne Kosten, ohne Personalbindung</h3>
  <p>Telefon <strong>0152 0439 1344</strong> – wir erklären in 15 Minuten, wie der Start abläuft.</p>
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    <a href="/rehasport/" class="wexp-btn wexp-btn-secondary">So funktioniert Rehasport bei uns</a>
  </div>
</div>

<div class="wexp-related">
  <h3>Weiterlesen</h3>
  <ul>
    <li><a href="/ratgeber/sitzgymnastik/">Sitzgymnastik: 25 Übungen und Stundenaufbau</a></li>
    <li><a href="/ratgeber/bewegungsspiele-senioren/">40 Bewegungsspiele für Senior:innen</a></li>
    <li><a href="/ratgeber/aktivierende-pflege/">Aktivierende Pflege: Bewegung im Pflegealltag</a></li>
    <li><a href="/ratgeber/rehasport-verordnung/">Die Rehasport-Verordnung (Muster 56)</a></li>
  </ul>
</div>

</article>
  
  <footer class="wexp-footer">
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        <p>Bewegung, die Spaß macht. Direkt in Wohnformen, Werkstätten und Pflegeeinrichtungen. Deutschlandweit aktiv.</p>
        <p>Holstenhofweg 47b<br>22043 Hamburg</p>
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        <ul>
          <li><a href="/rehasport">Rehasport</a></li>
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        </ul>
      </div>
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        <h5>Mehr</h5>
        <ul>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://www.wellexperts.de/ratgeber/rehasport-pflegeheim/">Rehasport im Pflegeheim: So kommt die kassenfinanzierte Bewegungsgruppe ins Haus</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wellexperts.de">Wellexperts - Sport mit Einschränkung</a>.</p>
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		<title>Rehasport bei geistiger Behinderung: Verordnung, 120 Einheiten und der Weg in die Gruppe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[claude-seo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Aug 2026 12:11:46 +0000</pubDate>
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<p>Der Beitrag <a href="https://www.wellexperts.de/ratgeber/rehasport-geistige-behinderung/">Rehasport bei geistiger Behinderung: Verordnung, 120 Einheiten und der Weg in die Gruppe</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wellexperts.de">Wellexperts - Sport mit Einschränkung</a>.</p>
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					<!-- Beitrag 4/12: Sitzgymnastik: Was sie bewirkt und für wen sie passt -->
<!-- Slug: sitzgymnastik | Kategorie: Rehasport-Wissen -->

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  <article class="wexp-article">
<span class="wexp-article-eyebrow">Für Angehörige, rechtliche Betreuer:innen und Fachkräfte</span>
<h1>Rehasport bei geistiger Behinderung: Verordnung, 120 Einheiten und der Weg in die Gruppe</h1>
<p class="wexp-meta-line">Stand: August 2026 · Lesezeit etwa 9 Minuten · Vom Trainer:innen-Team der WellExperts GmbH</p>
<p class="wexp-article-lead">Ja, Menschen mit geistiger Behinderung können Rehasport verordnet bekommen – und die Regeln sind für sie sogar großzügiger als im Normalfall: Statt 50 Übungseinheiten sind 120 Einheiten in 36 Monaten möglich, mit der Option auf Folgeverordnungen. In der Praxis wissen das viele Hausarztpraxen, Angehörige und selbst Wohneinrichtungen nicht. Dieser Artikel erklärt die Rechtslage nach der BAR-Rahmenvereinbarung, den Weg von der Verordnung bis zur Gruppe und worauf rechtliche Betreuer:innen achten sollten.</p>

<h2>Die Grundlage: Rehasport ist für genau diese Zielgruppe gedacht</h2>
<p>Rehabilitationssport ist eine ergänzende Leistung zur Rehabilitation nach § 64 SGB IX für Menschen mit Behinderungen und von Behinderung bedrohte Menschen. Er findet in festen Gruppen unter fachkundiger Anleitung statt und wirkt „mit den Mitteln des Sports, sportlich ausgerichteter Spiele und bewegungstherapeutischer Inhalte" (BAR-Rahmenvereinbarung, Ziffer 2.3). Ziel ist ausdrücklich die langfristige Teilhabe am Leben in der Gesellschaft – nicht Leistung, nicht Wettkampf.</p>

<h2>Der wichtigste Unterschied: 120 statt 50 Übungseinheiten</h2>
<p>Im Regelfall bewilligen die gesetzlichen Krankenkassen 50 Übungseinheiten in 18 Monaten (Richtwerte, Ziffer 4.4.1). Für eine Reihe von Erkrankungen und Behinderungen sieht die Rahmenvereinbarung von vornherein einen erweiterten Umfang von <strong>120 Übungseinheiten in 36 Monaten</strong> vor. In dieser Liste stehen unter Nummer 15 ausdrücklich „Erkrankungen mit Schädigungen der mentalen Funktion, insbesondere mittelgradige Intelligenzminderung, leichte bis mittelgradige dementielle Syndrome, therapieresistente Epilepsie".</p>
<p>Und es geht weiter: Wenn jemand wegen kognitiver oder psychischer Beeinträchtigungen das Übungsprogramm langfristig nicht eigenverantwortlich allein fortführen kann, ist nach Ziffer 4.4.4 eine <strong>längere Leistungsdauer</strong> möglich – mit Erst- und Folgeverordnungen von jeweils bis zu 120 Übungseinheiten in 36 Monaten. Genau diese Konstellation trifft auf viele Menschen mit geistiger Behinderung zu. Praktisch bedeutet das: Rehasport kann für sie zu einem dauerhaften wöchentlichen Angebot werden, das die Krankenkasse immer wieder neu bewilligt – solange es medizinisch begründet ist.</p>

<div class="wexp-box">
  <h3>Die Eckdaten auf einen Blick</h3>
  <p>Verordnung: Formular Muster 56 durch die behandelnde Ärztin oder den behandelnden Arzt · Umfang: bis zu 120 Übungseinheiten in 36 Monaten, Folgeverordnungen möglich · Bewilligung: durch die Krankenkasse vor Beginn · Kosten: kein Eigenanteil · Gruppen: höchstens 15 Teilnehmende, in spezifischen Gruppen für schwerstbehinderte Menschen höchstens sieben · Dauer: mindestens 45 Minuten je Übungsveranstaltung, bis zu zwei pro Woche.</p>
</div>

<h2>Wer verordnet – und was auf der Verordnung stehen muss</h2>
<p>Die Verordnung stellt die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt aus, in der Regel die Hausarztpraxis. Nach Ziffer 14.2 der Rahmenvereinbarung gehören auf die Verordnung unter anderem die Diagnose nach ICD-10, die Gründe und Ziele des Rehabilitationssports, die Dauer sowie eine Empfehlung für die geeignete Sportart. Zwei Punkte sind für diese Zielgruppe besonders wichtig: Bei weiteren Verordnungen ist zu begründen, warum die Übungen noch nicht selbstständig fortgeführt werden können – und bei Verordnungen für schwerstbehinderte Menschen ist der erhöhte Teilhabebedarf anzugeben. Wer diese Formulierungen kennt, erspart sich Rückfragen der Kasse. Sprechen Sie die Praxis ruhig direkt darauf an; unser Artikel zur <a href="/ratgeber/rehasport-verordnung/">Rehasport-Verordnung (Muster 56)</a> erklärt das Formular im Detail.</p>

<h2>Kleine Gruppen sind vorgesehen, nicht die Ausnahme</h2>
<p>Beim Rehabilitationssport sind grundsätzlich höchstens 15 Teilnehmende je Übungsleitung zulässig. Für spezifische Übungsgruppen, in denen etwa Menschen mit schweren Lähmungen oder andere schwerstbehinderte Menschen trainieren, gilt eine Obergrenze von sieben Teilnehmenden (Ziffer 9.1). Die Rahmenvereinbarung erwartet also ausdrücklich, dass Gruppen zur Belastbarkeit der Teilnehmenden passen. Jede Übungsveranstaltung dauert mindestens 45 Minuten; bis zu zwei Termine pro Woche sind möglich, mit besonderer Begründung drei (Ziffer 9.3).</p>

<h2>Wie eine Stunde aussieht</h2>
<p>Eine gute Rehasport-Stunde für Menschen mit geistiger Behinderung hat feste Rituale, klare Ansagen in einfacher Sprache, viel Vormachen und Aufgaben mit sichtbarem Erfolg – den Ball in den Korb, das Tuch gefangen, gemeinsam die Welle mit dem Schwungtuch. Kraft, Ausdauer, Koordination und Körperwahrnehmung werden spielerisch trainiert; kleine Wettkämpfe sind erlaubt (Rehasport ist kein Leistungssport, Leistungsvergleiche innerhalb der Stunde schließt die Vereinbarung aber ausdrücklich nicht aus, Ziffer 4.6). Konkrete Übungs- und Spielideen zeigen unsere Artikel <a href="/ratgeber/bewegung-geistige-behinderung/">Bewegung bei geistiger Behinderung</a> und <a href="/ratgeber/bewegungsspiele-behinderung/">Bewegungsspiele für Menschen mit Behinderung</a>.</p>

<h2>Der Weg für rechtliche Betreuer:innen und Angehörige</h2>
<ol>
  <li><strong>Beim Arzttermin ansprechen:</strong> Bitten Sie um eine Verordnung für Rehabilitationssport (Muster 56). Nennen Sie das Ziel – etwa Erhalt der Beweglichkeit, Sturzvermeidung, soziale Teilhabe.</li>
  <li><strong>Bewilligung einholen:</strong> Die Krankenkasse muss die Leistung vor Beginn bewilligen (Ziffer 15.1). Die Verordnung dazu bei der Kasse einreichen – der Rehasport-Anbieter hilft in der Regel dabei.</li>
  <li><strong>Passende Gruppe wählen:</strong> Vorgesehen ist die Gruppe, die dem Wohn- oder Arbeitsort am nächsten liegt (Ziffer 15.3). Für Menschen in Besonderen Wohnformen kann die Gruppe direkt in der Einrichtung stattfinden – fragen Sie die Einrichtungsleitung, ob es ein solches Angebot gibt oder ob sie eines einrichten möchte.</li>
  <li><strong>Teilnahme begleiten:</strong> Die Teilnahme wird je Übungsveranstaltung per Unterschrift nachgewiesen. Wenn eine Assistenz beim Weg oder beim Umziehen nötig ist, klären Sie das vorab mit Gruppe und Einrichtung.</li>
</ol>

<div class="wexp-box">
  <h3>Rehasport direkt in der Wohnform oder Werkstatt</h3>
  <p>WellExperts führt anerkannte Rehasport-Gruppen direkt in Einrichtungen durch – dort, wo die Menschen ohnehin leben oder arbeiten. Keine Fahrtwege, vertraute Umgebung, feste Trainer:innen, kein Eigenanteil. Angehörige und rechtliche Betreuer:innen können uns auch direkt ansprechen; wir klären dann gemeinsam mit der Einrichtung, ob ein Angebot vor Ort möglich ist. Aktiv in Hamburg, Berlin und im Ruhrgebiet.</p>
  <p><a href="/kontakt/" class="wexp-btn wexp-btn-primary">Anfrage senden</a> &nbsp; <a href="/rehasport/" class="wexp-btn wexp-btn-secondary">So funktioniert Rehasport bei uns</a></p>
</div>

<h2>Häufige Fragen</h2>
<div class="wexp-faq">
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Bekommt jeder Mensch mit geistiger Behinderung 120 Übungseinheiten?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Die Rahmenvereinbarung nennt als Richtwert 120 Einheiten in 36 Monaten unter anderem bei mittelgradiger Intelligenzminderung; die Entscheidung im Einzelfall trifft die Ärztin oder der Arzt mit der Verordnung und die Krankenkasse mit der Bewilligung. Auch bei anderen Ausprägungen kann über die Einzelfallregelung (Ziffer 4.4.4) ein erweiterter oder verlängerter Umfang begründet werden.</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Was kostet Rehasport für die Teilnehmenden?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Nichts. Mit bewilligter Verordnung rechnet der anerkannte Anbieter direkt mit der Krankenkasse ab; ein Eigenanteil ist nicht vorgesehen.</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Kann Rehasport dauerhaft laufen?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Wenn die eigenständige Fortführung wegen kognitiver Beeinträchtigungen nicht möglich ist, sind Folgeverordnungen ausdrücklich vorgesehen – jeweils bis zu 120 Einheiten in 36 Monaten (Ziffer 4.4.4). Voraussetzung ist jeweils eine neue ärztliche Verordnung mit Begründung und die Bewilligung der Kasse.</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Mein Angehöriger schafft den Weg zu einem Kurs nicht allein. Was tun?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Zwei Wege: eine Gruppe möglichst nah am Wohnort wählen – die Rahmenvereinbarung sieht die wohnortnächste Gruppe ausdrücklich vor – oder ein Angebot direkt in der Wohneinrichtung anstoßen. Sprechen Sie die Einrichtungsleitung an; Anbieter wie wir kommen dafür ins Haus.</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Zählt Rehasport zur Eingliederungshilfe?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Nein, Rehasport ist eine Leistung der Krankenkasse nach § 64 SGB IX und läuft unabhängig von Leistungen der Eingliederungshilfe. Er belastet daher weder das persönliche Budget noch Leistungen aus dem Gesamtplan – er kommt on top.</div>
  </details>
</div>

<div class="wexp-sources">
  <h3>Quellen</h3>
  <ol>
    <li>Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR): Rahmenvereinbarung über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining, Stand 26.11.2021, gültig ab 1. Januar 2022 – Ziffern 2.3, 4.4.1 (Nr. 15), 4.4.4, 4.6, 9.1, 9.3, 14.2, 15.1, 15.3.</li>
    <li>§ 64 Abs. 1 Nr. 3 SGB IX (Rehabilitationssport als ergänzende Leistung zur Rehabilitation).</li>
  </ol>
</div>

<div class="wexp-author">
  <div>
    <strong>Über die Autor:innen</strong><br>
    Dieser Artikel stammt vom Trainer:innen-Team der WellExperts GmbH, Hamburg. Ein großer Teil unserer wöchentlichen Gruppen findet in Besonderen Wohnformen, Werkstätten und Tagesförderstätten für Menschen mit Behinderung statt. Fachliche Verantwortung: Bjarne Wieck, Gründer und Geschäftsführer. Dieser Beitrag ersetzt keine individuelle medizinische oder rechtliche Beratung.
  </div>
</div>

<div class="wexp-cta">
  <span class="wexp-cta-eyebrow">Jetzt anfragen</span>
  <h3>Rehasport für Ihren Angehörigen oder Ihre Einrichtung</h3>
  <p>Wir beraten unverbindlich, welche Gruppe passt – bestehend oder neu im Haus. Telefon <strong>0152 0439 1344</strong></p>
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    <a href="/kontakt/" class="wexp-btn wexp-btn-primary">Anfrage senden</a>
    <a href="/ratgeber/rehasport-beantragen/" class="wexp-btn wexp-btn-secondary">Rehasport beantragen: die Schritte</a>
  </div>
</div>

<div class="wexp-related">
  <h3>Weiterlesen</h3>
  <ul>
    <li><a href="/ratgeber/bewegung-geistige-behinderung/">Bewegung bei geistiger Behinderung: Methoden & Rehasport</a></li>
    <li><a href="/ratgeber/bewegungsspiele-behinderung/">Bewegungsspiele für Menschen mit Behinderung</a></li>
    <li><a href="/ratgeber/rehasport-verordnung/">Die Rehasport-Verordnung (Muster 56)</a></li>
    <li><a href="/ratgeber/was-ist-rehasport/">Was ist Rehasport? Definition, Ablauf, Kosten</a></li>
  </ul>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://www.wellexperts.de/ratgeber/rehasport-geistige-behinderung/">Rehasport bei geistiger Behinderung: Verordnung, 120 Einheiten und der Weg in die Gruppe</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wellexperts.de">Wellexperts - Sport mit Einschränkung</a>.</p>
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		<title>Betreuungsangebote nach § 43b SGB XI: Anspruch, Finanzierung und Ideen für die Praxis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[claude-seo]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Aug 2026 12:11:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Rehasport-Wissen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>WellExperts Angebote Rehasport Gruppenkurse Einzelbetreuung Standorte Hamburg Berlin Ruhrgebiet Für Einrichtungen Ratgeber Kontakt Startseite &#160;&#8250;&#160; Ratgeber &#160;&#8250;&#160; Sitzgymnastik: 25 Übungen und Stundenaufbau Für Leitungen und soziale Betreuung Betreuungsangebote nach § 43b SGB XI: Anspruch, Finanzierung und Ideen für die Praxis Stand: August 2026 · Lesezeit etwa 8 Minuten · Vom Team der WellExperts GmbH Jede [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.wellexperts.de/ratgeber/betreuungsangebote-43b/">Betreuungsangebote nach § 43b SGB XI: Anspruch, Finanzierung und Ideen für die Praxis</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.wellexperts.de">Wellexperts - Sport mit Einschränkung</a>.</p>
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					<!-- Beitrag 4/12: Sitzgymnastik: Was sie bewirkt und für wen sie passt -->
<!-- Slug: sitzgymnastik | Kategorie: Rehasport-Wissen -->

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    "text": "Alle Pflegebedürftigen in stationären Pflegeeinrichtungen – unabhängig vom Pflegegrad. Der Anspruch besteht nach Maßgabe der Vergütungsvereinbarungen der Einrichtung (§ 84 Abs. 8, § 85 Abs. 8 SGB XI)."
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   "name": "Müssen Bewohner:innen für die zusätzliche Betreuung zahlen?",
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  <article class="wexp-article">
<span class="wexp-article-eyebrow">Für Leitungen und soziale Betreuung</span>
<h1>Betreuungsangebote nach § 43b SGB XI: Anspruch, Finanzierung und Ideen für die Praxis</h1>
<p class="wexp-meta-line">Stand: August 2026 · Lesezeit etwa 8 Minuten · Vom Team der WellExperts GmbH</p>
<p class="wexp-article-lead">Jede Bewohnerin und jeder Bewohner einer stationären Pflegeeinrichtung hat einen gesetzlichen Anspruch auf zusätzliche Betreuung und Aktivierung – bezahlt von der Pflegekasse, umgesetzt durch zusätzliche Betreuungskräfte. In der Praxis entscheidet die Qualität dieser Angebote mit darüber, wie lebendig ein Haus ist und was Angehörige und Prüfungen wahrnehmen. Hier steht, was § 43b SGB XI regelt, wie die Finanzierung funktioniert, was Betreuungskräfte dürfen und wo Bewegung ins Spiel kommt.</p>

<h2>Was § 43b SGB XI regelt</h2>
<p>Der Gesetzestext ist kurz: Pflegebedürftige in stationären Pflegeeinrichtungen haben „nach Maßgabe von § 84 Absatz 8 und § 85 Absatz 8 Anspruch auf zusätzliche Betreuung und Aktivierung, die über die nach Art und Schwere der Pflegebedürftigkeit notwendige Versorgung hinausgeht." Drei Dinge stecken darin: Der Anspruch gilt für <strong>alle</strong> Bewohner:innen, unabhängig vom Pflegegrad. Es geht um Leistungen <strong>zusätzlich</strong> zur regulären Pflege und Betreuung. Und die Umsetzung ist an die Finanzierungsregeln des § 84 Abs. 8 gekoppelt.</p>

<h2>Wie die Finanzierung funktioniert</h2>
<p>Die Einrichtung vereinbart für die zusätzliche Betreuung und Aktivierung Vergütungszuschläge. § 84 Abs. 8 SGB XI stellt dabei zwei Dinge klar: „Der Vergütungszuschlag ist von der Pflegekasse zu tragen", und: „Pflegebedürftige dürfen mit den Vergütungszuschlägen weder ganz noch teilweise belastet werden." Für Bewohner:innen und Angehörige ist die zusätzliche Betreuung also kostenfrei; private Versicherungsunternehmen erstatten im Rahmen des vereinbarten Versicherungsschutzes. Mit den Zuschlägen sind alle zusätzlichen Betreuungs- und Aktivierungsleistungen abgegolten – die Mittel sind zweckgebunden für dieses Personal und diese Aufgaben.</p>

<h2>Wer die Leistung erbringt: die zusätzlichen Betreuungskräfte</h2>
<p>Qualifikation und Aufgaben der zusätzlichen Betreuungskräfte regeln die Richtlinien des GKV-Spitzenverbands nach § 53b SGB XI (Betreuungskräfte-RL vom 19. August 2008, zuletzt geändert am 21. Oktober 2022). Zwei Grundsätze daraus sind für Leitungen zentral:</p>
<ul>
  <li><strong>„Zusätzliche Betreuungskräfte sind keine Pflegekräfte."</strong> Sie übernehmen keine Grund- oder Behandlungspflege – ihre Zeit gehört der Betreuung und Aktivierung. Wer sie regelmäßig in Pflegetätigkeiten zieht, verfehlt den Zweck der Zuschläge.</li>
  <li><strong>Ihre Aufgabe ist Motivation, Betreuung und Begleitung bei Alltagsaktivitäten.</strong> Die Richtlinien nennen ausdrücklich Beispiele wie Malen und Basteln, Kochen und Backen, Musik und Singen, Brett- und Kartenspiele, Spaziergänge und Ausflüge – und ausdrücklich auch „Bewegungsübungen und Tanzen in der Gruppe".</li>
</ul>
<p>Dazu gehören eine Basisqualifizierung, ein Orientierungspraktikum und regelmäßige Fortbildungen.</p>

<h2>Bewegung ist ausdrücklich Teil des Auftrags</h2>
<p>Dass „Bewegungsübungen in der Gruppe" in den Richtlinien stehen, ist mehr als eine Fußnote: Es bedeutet, dass regelmäßige Bewegungsrunden zum Kern dessen gehören, wofür die Zuschläge gedacht sind – nicht zum Extraprogramm. Gleichzeitig ist Bewegung das Angebot, das Betreuungskräfte am häufigsten als fachlich anspruchsvoll erleben: Was ist bei Rollstuhl, Hemiparese oder Demenz sicher? Wie baue ich 45 Minuten auf? Genau dafür haben wir zwei frei nutzbare Praxis-Leitfäden geschrieben: <a href="/ratgeber/sitzgymnastik/">Sitzgymnastik mit 25 Übungen und Stundenaufbau</a> und <a href="/ratgeber/bewegungsspiele-senioren/">40 Bewegungsspiele</a> – beide direkt für den Einsatz durch Betreuungskräfte gemacht.</p>

<h2>Konzept und Nachweis: worauf es im Alltag ankommt</h2>
<p>Bewährt hat sich ein einfaches Gerüst: ein schriftliches Betreuungskonzept mit festem Wochenplan (welche Angebote, wann, für wen), eine Teilnahmedokumentation je Angebot, und eine klare Regelung, was bei Ausfall der Betreuungskraft passiert. Die häufigste Schwachstelle ist die letzte: Fällt die Kraft aus, fällt das Angebot aus – und über Wochen summiert sich das zu genau der Lücke, die Angehörigen und Prüfungen zuerst auffällt. Der einfachste Weg, diese Schwachstelle zu schließen: den wöchentlichen Bewegungstermin einem externen Anbieter mit Vertretungsregelung geben – beim Rehasport sogar ohne jede Budgetbelastung – und die Betreuungskräfte für all das einsetzen, was nur sie leisten können.</p>

<h2>Was § 43b nicht ist – und was zusätzlich möglich ist</h2>
<p>§ 43b-Betreuung ist eine Leistung der Pflegeversicherung, erbracht durch Betreuungskräfte der Einrichtung. Davon zu unterscheiden ist Rehabilitationssport nach § 64 SGB IX: eine ärztlich verordnete Leistung, die über die <strong>Krankenkasse</strong> der einzelnen Bewohner:innen läuft, von lizenzierten Übungsleitungen durchgeführt wird – und deshalb <strong>zusätzlich</strong> zu den § 43b-Angeboten stattfinden kann, ohne Betreuungsstunden oder Zuschläge zu verbrauchen. Für die Einrichtung heißt das: Die wöchentliche Rehasport-Gruppe im Haus verstärkt das Aktivierungsangebot, bindet aber weder das eigene Personal noch das eigene Budget. Die Betreuungskräfte gewinnen Zeit für die Angebote, die nur sie leisten können – Biografiearbeit, Ausflüge, Einzelbetreuung.</p>

<div class="wexp-box">
  <h3>So ergänzen wir Ihre Betreuungskräfte</h3>
  <p>WellExperts bringt wöchentliche Bewegungsgruppen direkt in Ihre Einrichtung – als Rehasport mit Verordnung (kassenfinanziert, ohne Kosten für Einrichtung und Teilnehmende) oder als Gruppenkurs. Mit festem Termin, Vertretungsregelung und Teilnahmedokumentation. Aktiv in Hamburg, Berlin und im Ruhrgebiet.</p>
  <p><a href="/fuer-einrichtungen/" class="wexp-btn wexp-btn-primary">Infos für Einrichtungen</a> &nbsp; <a href="/kontakt/" class="wexp-btn wexp-btn-secondary">Schnupperstunde anfragen</a></p>
</div>

<h2>Häufige Fragen</h2>
<div class="wexp-faq">
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Wer hat Anspruch auf Betreuung nach § 43b?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Alle Pflegebedürftigen in stationären Pflegeeinrichtungen – unabhängig vom Pflegegrad. Der Anspruch besteht nach Maßgabe der Vergütungsvereinbarungen der Einrichtung (§ 84 Abs. 8, § 85 Abs. 8 SGB XI).</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Müssen Bewohner:innen für die zusätzliche Betreuung zahlen?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Nein. Das Gesetz ist eindeutig: Der Vergütungszuschlag ist von der Pflegekasse zu tragen, und Pflegebedürftige dürfen damit weder ganz noch teilweise belastet werden (§ 84 Abs. 8 SGB XI).</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Dürfen Betreuungskräfte pflegerische Aufgaben übernehmen?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Nein. Die Betreuungskräfte-Richtlinien stellen klar, dass zusätzliche Betreuungskräfte keine Pflegekräfte sind. Ihre Aufgabe ist die Betreuung und Aktivierung – von Spielen über Spaziergänge bis zu Bewegungsübungen in der Gruppe.</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Dürfen Betreuungskräfte Bewegungsangebote anleiten?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Ja – „Bewegungsübungen und Tanzen in der Gruppe" stehen ausdrücklich in der Aufgabenliste der Richtlinien. Wichtig sind eine Anleitung, die zu den Einschränkungen der Gruppe passt, und Sicherheitsgrundlagen; unsere Praxis-Leitfäden zu Sitzgymnastik und Bewegungsspielen sind genau dafür gedacht.</div>
  </details>
  <details class="wexp-faq-item">
    <summary>Ist Rehasport eine Leistung nach § 43b?</summary>
    <div class="wexp-faq-answer">Nein. Rehasport ist eine ergänzende Leistung zur Rehabilitation nach § 64 SGB IX, wird ärztlich verordnet und über die Krankenkasse finanziert. Er läuft deshalb zusätzlich zu den § 43b-Angeboten – ein zweites, unabhängiges Standbein der Aktivierung im Haus.</div>
  </details>
</div>

<div class="wexp-sources">
  <h3>Quellen</h3>
  <ol>
    <li>§ 43b SGB XI (Inhalt der Leistung: zusätzliche Betreuung und Aktivierung in stationären Pflegeeinrichtungen).</li>
    <li>§ 84 Abs. 8 SGB XI (Vergütungszuschläge; Kostentragung durch die Pflegekasse; Belastungsverbot für Pflegebedürftige).</li>
    <li>§ 53b SGB XI und Richtlinien des GKV-Spitzenverbands zur Qualifikation und zu den Aufgaben zusätzlicher Betreuungskräfte (Betreuungskräfte-RL) vom 19. August 2008, zuletzt geändert durch Beschluss vom 21. Oktober 2022.</li>
    <li>§ 64 Abs. 1 Nr. 3 SGB IX (Rehabilitationssport als ergänzende Leistung zur Rehabilitation).</li>
  </ol>
</div>

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    <strong>Über die Autor:innen</strong><br>
    Dieser Artikel stammt vom Team der WellExperts GmbH, Hamburg. Wir arbeiten jede Woche mit Betreuungskräften und sozialen Diensten in über 100 Einrichtungen zusammen. Fachliche Verantwortung: Bjarne Wieck, Gründer und Geschäftsführer. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.
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  <ul>
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  </ul>
</div>

</article>
  
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